Gemini-Nutzer (Foto: Google)

Google hat das KI-Recherche-Tool "NotebookLM" und die Gemini-Apps komplett miteinander verschmolzen und die neuen "Notebooks in Gemini" (Notizbücher) auch im DACH-Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) ausgerollt. Bisher handelte es sich um zwei getrennte Werkzeuge, nun arbeiten sie Hand in Hand.

Die Funktion bringt die Kernvorteile von NotebookLM direkt in die gewohnte Gemini-Chat-Oberfläche. Man muss nicht mehr mühsam Daten hin- und herkopieren. Die Anwendung fungiert ab jetzt als isolierter, smarter Projektarbeitsbereich. Man lädt Dokumente (PDFs, Google Docs, Tabellen) oder Web-Links hoch, und Gemini antwortet ausschliesslich auf Basis dieser Quellen und vergisst den Kontext nicht, wenn einn neuer Chat im selben Notebook gestartet wird. Wenn man ein Notizbuch direkt in Gemini erstellt, taucht es automatisch auch auf der klassischen Oberfläche von Google NotebookLM auf und umgekehrt.

Man kann diese Notizbücher nutzen, um personalisierte KI-Assistenten (sogenannte Gems) direkt in Google Docs aufzurufen. Die KI schreibt dann Berichte oder prüft Entwürfe exakt nach den Vorgaben und Daten des Notizbuchs.

Im Feature wird Deutsch vollständig unterstützt. Man kann etwa Dokumente auf Deutsch hochladen, deutsche Prompts eingeben und die KI fasst die Inhalte fehlerfrei auf Deutsch zusammen. Neben Textdokumenten beherrscht das System im DACH-Raum auch die Erstellung von KI-generierten Audio-Zusammenfassungen (eine Art Deep-Dive-Podcast über die Dokumente), Diagrammen und Lernhilfen.

Google hat für Europa auch wichtige Datenschutz-Zäune hochgezogen. Nutzt man die Notizbücher etwa mit einem privaten Google-Konto, gelten die Standard-Bedingungen. Nutzt man das Tool hingegen über ein Google Workspace for Education- oder ein Enterprise-Konto, greift der geschäftliche Datenschutz: Die hochgeladenen Dokumente bleiben laut dem Versprechen von google absolut privat, werden nicht von Menschen überprüft und nicht zum Training der KI-Modelle verwendet.