Bildquelle: Kanton Graubünden

Das Geographische Informationssystem (GIS) des Kantons Graubünden ist dieser Tage 30 Jahre alt geworden. Wobei der Startschuss für den koordinierten Aufbau eines GIS in der Verwaltung bereits im Mai 1987 gefallen ist. Zwei Jahre später genehmigte die Regierung dann die Schaffung eines GIS-Zentrums beim Meliorations- und Vermessungsamt. Die für die Datenerhebung erforderlichen Systeme wurden über die Jahre ständig ausgebaut. Heute stellt das GIS einen zentralen Teil der nationalen Geodateninfrastruktur dar und bildet in vielen Bereichen ein unverzichtbares Werkzeug.

Im Oktober 2007 wurden das Bundesgesetz über Geoinformation und im Juni 2011 das kantonale Geoinformationsgesetz erlassen. Diese Gesetze bezwecken, dass Geodaten den Behörden sowie der Wirtschaft, der Gesellschaft und der Wissenschaft für eine breite Nutzung einfach und zu angemessenen Kosten zur Verfügung gestellt werden. Die rechtlichen Grundlagen sehen ausserdem vor, dass die öffentlich zugänglichen Geodaten kostenlos genutzt werden können.

Seit 2007 betreibt in Graubünden die GeoGR im Auftrag des Kantons die kantonale Geodatendrehscheibe. Geodaten können via www.geogr.ch eingesehen und nach einer einmaligen Registrierung einfach und kostenlos bezogen werden. Zudem stehen der Öffentlichkeit weitere interaktive Karten der Verwaltung zu rund 115 Themen zur Verfügung. Eine Übersicht zu den publizierten Geodaten, interaktiven Karten und Geodiensten sind unter geo.gr.ch abrufbar.

Mit dem Grundstückverzeichnis über die öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen (ÖREB-Kataster) steht neu unter oereb.geo.gr.ch bereits das nächste Produkt für die Öffentlichkeit zur Verfügung. Damit werden die räumlich abgegrenzten öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen zentral, einfach und für jede Liegenschaft öffentlich zugänglich gemacht.



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