Logobild: Skype

Nach mehr als zwei Jahrzehnten ist Schluss: Microsoft zieht bei seinem Messenger Skype endgültig den Stecker. Für Nutzer der Anwendung bedeutet dies, dass sie sich bis zur Abschaltung am 5. Mai eine neue Alternative suchen müssen. In seiner Hochblüte hatte Skype weltweit mehrere hundert Millionen Anwender, aktuell sind es gemäss dem Statistikdienst Similar Web immerhin noch rund 30 Millionen pro Monat. In seinem Gastkommentar verweist Peer Heinlein, Gründer und Geschäftsführer der Heinlein Gruppe, wie wichtig es ist, sich digital souverän aufzustellen, gerade auch in anbetracht der derzeitigen Entwicklung der politischen Weltlage.

Gastkommentar von Peer Heinlein, Gründer und CEO der Heinlein Gruppe

Es ist eine knallharte Entscheidung, vor die Microsoft die Kunden des Videokonferenzdiensts Skype for Business stellt: Migration in die US-Cloud zu Teams unter Ignoranz der zahlreichen Bedenken von Datenschützern und Sicherheitsspezialisten. Oder Verlust der Business-Kommunikationsstruktur. Denn Microsoft stellt Skype for Business einfach ein und verdeutlicht einmal mehr, wie gefährlich abhängig der Vendor-Lockin macht.

Die aktuellsten politischen Entwicklungen beweisen, wovor wir IT-Experten immer gewarnt haben: auf US-Clouds ist strategisch wie politisch kein Verlass. Unternehmen wie Behörden müssen ihre IT mit Open Source-Software digital souverän im DACH-Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) oder in ganz Europa aufstellen, um handlungsfähig zu bleiben. Alles andere war in der Vergangenheit schon verantwortungslos und ist es angesichts der aktuellsten Entwicklungen nun umso mehr.

Gastkommentator Peer Heinlein, Gründer und CEO der Heinlein Group (Bild: zVg)
Gastkommentator Peer Heinlein, Gründer und CEO der Heinlein Group (Bild: zVg)