Facebook bringt unahängiges Gremium für Beschwerden (Bild: Pixabay)

Das weltgrösste Soziale Netzwerk Facebook ist dabei, dem geplanten Gremium, bei dem sich die Anwender künftig über eine aus ihrer Sicht ungerechtfertigte Löschung von Inhalten beschweren können, eine Gestalt zu verleihen. Insgesamt will die Zuckerberg-Plattform an die 40 Experten für dieses Team gewinnen. Mit mindestens elf soll das Gremium arbeitsfähig sein. Noch im laufenden Jahr sollen die ersten Mitglieder präsentiert werden, und anfangs 2020 könnten die ersten Streitfälle behandelt werden, heisst es seitens des Konzerns.

Geplant sei, dass Nutzerbeschwerden in Gruppen von fünf Gremiumsmitgliedern geprüft werden. Ihre Entscheidungen dazu sollen für Facebook verbindlich sein und rasch umgesetzt werden. Die einzige Ausnahme sei, wenn Facebook zu dem Schluss komme, dass man mit der Wiederherstellung der entfernten Inhalte Gesetze verletzen würde. Entscheidungen des Gremiums sollen grundsätzlich wie Präzedenzfälle gelten. Die Mitglieder des Gremiums sollen für jeweils drei Jahre berufen und für ihren Einsatz finanziell entschädigt werden. Während die ersten Mitglieder von Facebook selbst ausgesucht werden, sollen diese danach bei der Auswahl weiterer Kandidaten helfen. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hatte Pläne für ein solches Aufsichtsgremium bereits Ende vergangenen Jahres vorgestellt. Das Netzwerk kann sich als Mitglieder unter anderem Juristen, Verleger und Journalisten vorstellen.



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