Facebook finanziert neues Institut für KI-Ethik der TU München

Künstliche Institut: Facebook finanziert Institut in München (Symbolbild UTSA.edu)
Künstliche Institut: Facebook finanziert Institut in München (Symbolbild UTSA.edu)

Das von Facebook finanzierte Institut zur Erforschung ethischer Fragen rund um künstliche Intelligenz ist in München eröffnet worden. Im Fokus der ersten Forschungsprojekte stehen unter anderem Software-Entscheidungen beim autonomen Fahren und im Klinik-Alltag sowie die Entwicklung von Hasskommentaren und gefälschten Nachrichten im Netz. Facebook unterstützt das Institut an der Technischen Universität München mit 6,5 Millionen Euro und betont, dass damit keine Auflagen oder Erwartungen verbunden seien.

Für die ersten Förderprojekte wurden 2,3 Millionen Euro veranschlagt. Dabei soll zum Beispiel erkundet werden, welche Rolle die Algorithmen von Online-Plattformen bei der Verbreitung von Hassrede und "Fake News" haben. Dafür werde die Dynamik der Meinungsbildung mathematisch modelliert. Ein weiteres Projekt geht der Frage nach, ob Nutzer durch personalisierte Ansprache dazu bewegt werden können, ihr Verhalten beim Verbreiten gefälschter Nachrichten zu ändern.

Untersucht werden sollen auch Lösungsvorschläge für die Regulierung von Programmen auf Basis künstlicher Intelligenz. Aus diesem Projekt sollen konkrete Handlungsempfehlungen für Gesellschaft und Politik sowie Anforderungen an zukünftige KI-Technologien formuliert werden. Bislang stehen Machine-Learning-Verfahren immer wieder in der Kritik, Vorurteile der Entwickler oder gesellschaftliche Diskriminierung zu reproduzieren. Bei der Erforschung des autonomen Fahrens geht es um ethisch vertretbare Entscheidungen zum Beispiel bei unvermeidbaren Kollisionen mit Menschen. Dafür sollen Programme im Simulator getestet werden.