Die EU-Kommission hat offiziell das Bietverfahren für ein gigantisches Milliardenprojekt zum Aufbau von bis zu sieben sogenannten "KI-Gigafactories“ gestartet. Dabei handelt es sich um riesige KI-Grossrechenzentren, die mit modernsten KI-Prozessoren und Hochleistungsrechnern ausgestattet werden.
Das Projekt mobilisiert rund 10 Milliarden Euro an öffentlichen Mitteln und soll insgesamt über 30 Milliarden Euro (inklusive privater Investitionen) in den Aufbau von KI-Infrastruktur lenken. Ziel ist die Stärkung der digitalen Souveränität Europas, um im KI-Wettlauf gegen die USA und China aufzuholen und die Abhängigkeit von Anbietern wie Amazon, Microsoft und Google zu reduzieren. Die Rechenkapazitäten sollen vor allem Startups, dem Mittelstand und der Forschung zur Verfügung stehen.
Die Koordination soll über das EuroHPC Joint Undertaking (EuroHPC JU) erfolgen, wobei bis zu 7 Projekte in zwei Leistungsklassen (bis zu 4 Projekte in Klasse 1, bis zu 3 in Klasse 2) gefördert werden. Insgesamt 18 EU-Staaten nehmen teil. Da eine geschlossene deutsche Bewerbung scheiterte, treten verschiedene Akteure aus Deutschland im Wettbewerb an, darunter die Deutsche Telekom, Schwarz Digits (Lidl/Kaufland), Ionos (mit Hochtief) sowie weitere Anbieter wie Impossible Cloud und Blue Swan.
Die Angebotsfrist läuft bis 12. November dieses Jahres. Die Vergabe erfolgt Anfang 2027. Der Baubeginn ist für 2027 geplant.
