Das ETH-Spin-off Qendra hat 150’000 Schweizer Franken von Venture Kick erhalten, um die Steuerung und Koordination fortschrittlicher Quantencomputing-Experimente zu verbessern. Die Lösung soll diese Systeme zuverlässiger und besser skalierbar machen und damit die nächste Generation dieser Zukunftstechnologie unterstützen.
Die Koordination von Lasern, Kameras und weiteren Komponenten von Quantencomputern erfordert spezialisierte Systeme, denen es derzeit an Skalierbarkeit und Zuverlässigkeit fehlt – ein Hindernis für Fortschritte in Forschung und Kommerzialisierung. Qendra begegnet dieser Herausforderung mit einem dedizierten Steuerungssystem, das die Lücke zwischen klassischer Hardware und Quantenoperationen schliessen soll. Die Technologie synchronisiert und steuert laut Mitteilung die zahlreichen Komponenten von Quantenexperimenten – von der Signalgenerierung bis zur Systemorchestrierung. Die Plattform sei auf eine schnelle Inbetriebnahme und hohe Präzision ausgelegt, ermöglicht effizientere Experimente und unterstütze die Skalierung von Quantencomputersystemen, heisstt es. Der technologische Fokus für die ersten praktisch nutzbaren Quantencomputer hat sich zuletzt von supraleitenden Qubits hin zu Neutralatomen und Ionenfallen verschoben. Diese Entwicklung treibe das Wachstum des Marktes für entsprechende Steuerungssysteme, der von 50 Millionen Franken im Jahr 2025 auf 1 Milliarde Franken bis 2035 anwachsen soll.
Qendra hat bereits erste Umsätze für 2026 durch Kooperationen mit Startups und Forschungsgruppen gesichert und plant, die Anzahl installierter Steuerungssysteme im Jahr 2027 deutlich zu erhöhen.
Die 150’000 Schweizer Franken von Venture Kick sollen es Qendra ermöglichen, seine IP-Strategie umzusetzen und die langfristige Handlungsfreiheit sicherzustellen sowie die Expansion für 2027 durch die Gewinnung weiterer Schlüsselkunden voranzutreiben.
Das Elektronik-Startup wurde von CEO Martin Stadler, COO Ferdinand Felder und Deputy CTO Chidzahi Mabritto gegründet und basiere auf Technologien, die an der ETH Zürich in der Gruppe für Trapped-Ion-Quantum-Information entwickelt wurden.
