Startet mit Grokipedia: Elon Musk (Bild: Marcin Pasnicki, Pixabay)

Der Multimilliardär und Chef von Tesla und X, Elon Musk, ist mit seinem Wikipedia-Konkurrenten "Grokipedia" online gegangen. Grokipedia wurde von Musks KI-Firma xAI entwickelt und wartet mit einem ähnlichen Design auf wie Wikipedia, etwa einer Suchmaske und Artikeln mit Quellenverweisen.

Wie Elon Musk auf seiner Online-Plattform X behauptet, sei Grokipedia schon in seiner Startversion 0.1 "besser als Wikipedia. Allerdings fiel Nutzern auf, dass etliche Texte auf Artikeln von Wikipedia aufsetzen. Beispielsweise verweist das Technologie-Blog "The Verge" auf den Grokipedia-Beitrag zu Apples Macbook Air, unter dem steht, dass er von Wikipedia "adaptiert" worden sei.

Bekanntlich werden die Beiträge auf Wikipedia von der Nutzercommunity erstellt und bearbeitet. Musk behauptet jedoch schon lange, die Enzyklopädie sei nicht objektiv und habe eine linke politische Ausrichtung. Er selbst ist für uultrarechte Ansichten bekannt.

Der von Musk für seine Enzyklopädie gewählte Name lehnt sich an den des xAI-Chatbots Grok an. Wie der Techmilliardär schon mehrfach kund getan hat, soll Grok eine KI-Software sein, die nach der Wahrheit suche. In den vergangenen Monaten sorgte Grok allerdings für eine Kontroverse wegen antisemitischer Äusserungen. Musks Firma machte eine fehlerhafte Programmierung dafür verantwortlich.

Interessant ist, dass über den Beiträgen der Musk-Enzyklopädie steht, dass sie von Grok einem Faktencheck unterzogen worden seien. Wie das genau funktioniern soll und auf welche Quellen dabei zum Beispiel zugegriffen wird, ist bis dato unklar. Auch ist KI-Software generell für sogenannte Halluzinationen bekannt, bei denen sie plausibel klingende Informationen erfindet.

Man sei immer noch dabei, zu verstehen, wie Grokipedia funktioniert, heisst es in einer Stellungnahme der hinter Wikipedia stehenden Wikimedia-Stiftung bei "The Verge". Sie verweist dabei darauf, dass KI-Firmen in der Regel auf von Menschen erstellte Beiträge etwa bei Wikipedia zurückgreifen.