Doitclever: Websites nach dem Co-Working-Prinzip erstellen

Doitclever verbindet Eigenschaften wie etwa von Jimdo oder Wordpress (Bild: zVg)
Doitclever verbindet Eigenschaften wie etwa von Jimdo oder Wordpress (Bild: zVg)

Das Oltener Startup Doitclever hat sich auf Website-Erstellung fokussiert, und zwar nach dem Co-Working-Prinzip. Basis dazu ist der Netzwerk-Gedanken und die Verbindung der Eigenschaften bereits bekannter Webseiten-Tools, wie etwa Jimdo oder Wordpress. Mehrere Dienstleister aus themenverwandten Bereichen haben sich gemäss Doitclever dem Konzept bereits angeschlossen.

Hintergrund dazu ist, dass es mittlerweile sehr viele Software-Produkte zur Programmierung von Webseiten, sogenannten Content-Management-Systemen (CMS), gibt. Während sich ein Spezialist mehr Freiheiten bei der Erstellung einer Webseite wünsche, so sei ein Laie rasch überfordert, betonen die Oltener. Deshalb konzentrierten sich bestehende Produkte entweder auf aufwändige, professionelle Lösungen, die nur mit Programmierkenntnissen zu meistern seien, oder aber auf sehr einfache, stark eingeschränkte Tools für Private. Doitclever-Gründer Mario Sommerhalder wolle diese beiden Welten miteinander verbinden, heisst es.

Das Herzstück der Cloud-Plattform von Doitclever ist der Online Creator. Ursprünglich konzipiert für einfache Webseiten, sei er heute viel mehr als das. Sommerhalder: "Die Stärke unseres Online Creators liegt darin, dass er sowohl von einem Laien, als auch von einem Profi gleichermassen genutzt werden kann. Wir nutzen dazu einen einfachen Trick: Was der Kunde nicht braucht blenden wir aus – Was ein Profi braucht blenden wir eben ein."

Zudem setze Doitclever.ch auf ein simples Community-Prinzip: Wenn jemand Hilfe benötige, so werde er mit einem vertrauenswürdigen Partner verbunden. Egal, ob Marketingagenturen, Grafiker, Texter oder andere Kommunikationsprofis für ihre Kunden ein Webprojekt realisierten, es könnten immer auch weitere Dienstleister mitwirken. "Wenn sich mehrere Profis gemeinsam einem Kunden widmen, erhält dieser schlussendlich die beste Leistung. Eine Win-Win-Situation für alle", so Sommerhalder.

Er habe gerade in den Anfängen viel Gegenwind gespürt, so der Doitclever-Gründer. So habe es geheissen, der Markt sei übersättigt und viele würden ihr System nicht wechseln wollen. Diesen Meinungen zum Trotz verlaufe die Entwicklung gut. Geschäftspartner Mirco Ingenito dazu: "Es gibt genügend Beispiele, die zeigen, wie sehr Firmen mit ihrem CMS kämpfen. Die zum Teil komplizierte Bedienung, die unumgängliche Installation auf dem Computer und manuelle Updates lassen Frust aufkommen. Das geht auch anders."

Auch ans Hosting gedacht

Die mit Doitclever erstellten Webseiten sind Provider-unabhängig. Das heisst, Kunden könnten ihren Hosting-Partner selber wählen. Überzeugte Hoster seien etwa die FSIT oder OpusX. Aber das Netzwerk umfasse mittlerweile nicht nur technisch versierte Partner, sondern auch Spezialisten aus anderen Bereichen. Zum Beispiel die Texter Andreas Stettler und Daniel Kaspar. Sie verfassen die professionellen und Suchmaschinen-optimierten Inhalte.

Das Startup Sommerhalder befindet sich noch in seinen Anfängen. Zusammen mit Apload, einer professionellen Webagentur und Partner der ersten Stunde, gelte es nun, die gesetzten Ziele zu erreichen sowie weitere Partner und damit Kunden zu gewinnen, so der Doitclever-Gründer.