Deliveroo wirft in Deutschland das Handtuch

Deliveroo-Zusteller in London (Bild: Wikipedia/ Monsieur J.)
Deliveroo-Zusteller in London (Bild: Wikipedia/ Monsieur J.)

Deliveroo verlässt den deutschen Markt. Der britische Essenslieferdienst wirft damit das Handtuch wenige Monate nach einem grossen Deal, der seine Rivalen Lieferando und Lieferheld zusammenbrachte. Der Dienst will nach eigenen Angaben nun verstärkt andere Märkte in den Fokus nehmen, nachdem sich der Umsatz dort verdoppelt habe, teilte das Unternehmen zur Begründung mit. Dabei gehe es um andere europäische Länder sowie die Asien-Pazifik-Region. Das Geschäft in Deutschland werde mit Ablauf des 16. August eingestellt.

Deliveroo mit Hauptsitz in London wurde 2013 gegründet und ist nach dem Ausstieg in Deutschland noch in 13 Ländern aktiv. Bereits im August 2018 zog sich Deliveroo aus 10 deutschen Städten zurück; damals teilte das Unternehmen mit, es wolle sich auf die fünf grössten deutschen Städte Berlin, München, Köln, Hamburg und Frankfurt konzentrieren und dort wachsen. Im Mai dieses Jahres sammelte Deliveroo in einer weiteren Finanzierungsrunde 575 Millionen US-Dollar ein, grösster Investor war dabei Amazon.