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Der Schweizer Hightech-Konzern Dätwyler mit Holdingsitz in Altdorf (UR) erwirtschaftete in der ersten Hälfte des laufenden Jahres einen leicht höheren Umsatz und verdiente unter dem Strich mehr als in derselben Vorjahresperiode. Konkret legte der Umsatz um 1,8 Prozent auf 706,3 Millionen Franken zu. Der Betriebsgewinn (Ebit) hingegen stieg nur um 0,6 Prozent auf 91,2 Millionen. Unter dem Strich erzielte Dätwyler einen 5,9 Prozent höheren Reingewinn von 66,2 Millionen, wie das Innerschweizer Unternehmen wissen lässt.

Die Altdorfer hatten laut Mitteilung mit einer nachlassenden Konjunkturdynamik zu kämpfen. Insbesondere habe der Handelsstreit in der Automobilindustrie zu einer rückläufigen Nachfrage geführt. Das Umsatzplus sei denn auch nur dank zweier Akquisitionen erreicht worden. Bereinigt um Akquisitions- und Währungseffekte hätte der Umsatz um 1,6 Prozent abgenommen.

Unzufrieden ist das Management besonders mit der Sparte "Technical Components" (Elektronikteile), deren vier Hauptmarken BR Network Solutions, Distrelec, Elfa Distrelec und Nedis heissen und deren Sortiment von technischen und elektronischen Komponenten bis hin zu Büroartikeln für Industrie, Gewerbe und technische Schulen reicht. Diese Sparte verzeichnete im ersten Halbjahr eine Umsatzeinbusse von fast 6 Prozent, konnte aber immerhin die Ebit-Marge auf 3,3 von 2,9 Prozent steigern. Für "Technical Components" würden nun "strategische Optionen" geprüft, inklusive eines Verkaufs, heisst es seitens des Unternehmens. Die Evaluation befinde sich in einem frühen Stadium, und es werde zu gegebener Zeit kommuniziert. "Entweder es gelingt der Turnaround, oder die Division wird verkauft", hatte CEO Dirk Lambrecht schon im letzten November betont.