Cyberangriffe auf Regierungsmitarbeitende via Whatsapp

Regierungsmitarbeitende wurden ausgespäht (Symbolbild: Pixabay/Geralt)
Regierungsmitarbeitende wurden ausgespäht (Symbolbild: Pixabay/Geralt)

Via den Messengerdienst Whatsapp sind offenbar eine ganze Reihe von hochrangigen Regierungsmitarbeitenden und Militärs aus mindestens 20 Ländern ausgespäht worden. Für die Cyberangriffe sei eine Spionagesoftware eingesetzt worden, erklärten sagten mehrere Leute, die mit einer internen Untersuchung der Facebook-Tochter vertraut sind, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Spionagesoftware ist auch der Grund, warum Whatsapp diese Woche eine Klage gegen die israelische Softwarefirma NSO Group eingereicht hat. Die US-Firma wirft NSO vor, ein Spionageprogramm entwickelt und verkauft zu haben, das sich eine Sicherheitslücke in den Whatsapp-Servern zunutze gemacht habe. Damit hätten NSO-Kunden die Smartphones von mindestens 1.400 Whatsapp-Nutzern "gehackt". Das israelische Unternehmen hatte dazu erklärt, seine Spionagesoftware nur an Regierungen zu verkaufen, damit diese sie zur Terror- und Kriminalitätsbekämpfung einsetzen könnten. Zu den neuen Vorwürfen gab NSO zunächst keine Stellungnahme ab.