CMI (CM Informatik) und Recapp IT haben eine technologische Partnerschaft besiegelt. Die beiden Schweizer Unternehmen haben eine direkte Schnittstelle entwickelt, die die Geschäftsverwaltungssoftware von CMI mit der automatischen Spracherkennungssoftware von Recapp verbindet.
Die Sprachtechnologie von Recapp wird dabei direkt in die CMI-Lösungsplattform und in KI+ von CMI integriert. Gemeinden, Städte, Kantone, Schulen und Archive erhalten damit Spracherkennung, Transkription und Protokollierung dort, wo sie heute ihre Sitzungen führen und ihre Geschäfte verwalten – integriert in die bestehende Arbeitsumgebung und mit Datenhoheit in der Schweiz. Recapp verfügt dabei auch über eigene Modelle für Schweizer Mundart. Die integrierte Lösung soll gemäss Mitteilung ab dem dritten Quartal 2026 zur Verfügung stehen.
CMI und Recapp arbeiten bereits seit Jahren insbesondere im Umfeld Schweizer Parlamente zusammen. Bisher erfolgte die Zusammenarbeit über Schnittstellen und konzentrierte sich auf formelle Sitzungen mit professioneller Saalanlage, so die Mitteilung. Mit den Fortschritten in der Sprachtechnologie, auch bei informellen Gesprächen und einfachen Aufnahmegeräten, werde der nächste Schritt möglich: Voscriba, die Sprachlösung von Recapp, wird direkt in KI+ von CMI und in die CMI-Lösungsplattform integriert.
Ein erstes Anwendungsfeld sind den Infos gemäss Exekutivsitzungen wie etwa Gemeinderatssitzungen. Für diese Kategorie gebe es bislang kaum automatisierte Lösungen, so die beiden Unternehmen. Weitere Fachbereiche wie die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB) sollen in Bälde folgen. Neu sei zudem auch die Vielfalt der Protokollformate: Aus einer Aufnahme könnten Sachbearbeitende demnach Wortprotokolle, Beschlussprotokolle oder Kurzprotokolle erstellen, passend zum jeweiligen Gremium. Weitere Produktintegrationen seien in Planung, betonen die beiden Partner.
