Die in Schwerzenbach domizilierte CM Informatik AG (CMI) übernimmt die KI-Assistenzlösung Gemeinde-KI (ehemals GemeindeGPT) von der Swiss Smart Media und führt sie mit ihrer eigenen KI-Plattform KI+ zusammen. Gemeinde-KI ist laut den Infos bereits in verschiedenen Schweizer Gemeinden produktiv im Einsatz. Der Betrieb laufe bis Ende 2026 unverändert weiter, ein Wechsel auf die erweiterte KI+-Lösung sei ab dem vierten Quartal 2026 möglich, heisst es. Die finaziellen Hintergründe wurden nicht bekannt gegeben.
Gemeinde-KI wurde gemäss den Angaben von Swiss Smart Media unter der Leitung von Alex Sollberger gemeinsam mit der Gemeinde Orpund und sechs weiteren Pilotgemeinden entwickelt. In wenigen Monaten entstand eine produktiv eingesetzte Lösung mit Prompt-Bibliothek, KI-Agenten, Wissenskatalogen und konkreten Anwendungsfällen für den Gemeindealltag. Die Digitale Verwaltung Schweiz (DVS) unterstützte das Vorhaben 2025 als ausgewähltes Innovationsprojekt.
Mit KI+ nun stellt CMI Verwaltungen Assistenten für wiederkehrende Aufgaben, eine semantische Suche über die eigenen Dokumente sowie Transkription und Übersetzung zur Verfügung. Die Lösung lasse sich eigenständig nutzen oder in die CMI Lösungsplattform integrieren. Für die Sachbearbeitenden entfalle damit der Wechsel zwischen Anwendungen. Die Bausteine aus Gemeinde-KI erweitern den bisherigen Funktionsumfang, teilt CMI mit.
"Viele Gemeinde-KI-Kunden erhalten mit der Zusammenführung die erwünschte Anbindung an die CMI Lösungsplattform," sagt Stefan Bosshard, CEO der CM Informatik. Sein Unternehmen übernehme fortan die Weiterentwicklung, Skalierung und den Betrieb der zusammengeführten Lösung.
KI+ setzt auf Open-Source-Sprachmodelle, die in der Schweiz gehostet werden. Sämtliche Daten werden ausschliesslich in Schweizer Rechenzentren verarbeitet und gespeichert und nicht für das Training von KI-Modellen verwendet. Die Verwaltungen behalten damit die Kontrolle über ihre Daten, verspricht die CMI abschliessend.

