Die US-amerikanische SAP-Rivalin Oracle hat ihre Ergebnisse für das vierte Quartal und das gesamte Geschäftsjahr 2026 vorgelegt. Der Umsatz des auf Software, Cloud-Infrastruktur und Datenbanken für Geschäftskunden spezialisierten Unternehmens stieg im vierten Quartal laut den Konzernangaben um 21 Prozent auf 19,2 Milliarden US-Dollar und der bereinigte Gewinn lag bei 2,03 US-Dollar je Aktie, womit die Erwartungen der Wall Street übertroffen wurden. Wobei der Erfolg besonders durch das starke Cloud-Geschäft getrieben wurde.
Im gesamten Geschäftsjahr 2025/26 kletterte der Umsatz um 17 Prozent auf den Rekordwert von 67,4 Milliarden US-Dollar. Der Bereich Cloud Infrastructure, und hier vor allem KI-Rechenzentren, verzeichnete dabei ein enormes Wachstum von 93 Prozent auf 5,8 Milliarden US-Dollar, während die Cloud-Anwendungen um 10 Prozent zulegten. Grossaufträge im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) trieben den Auftragsbestand in Rekordhöhe.
Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 prognostiziert Oracle ein Umsatzwachstum zwischen 27 und 29 Prozent. Für das gesamte Geschäftsjahr 2027 peilt das Unternehmen einen Umsatz von 90 Milliarden US-Dollar an.
Trotz der operativ starken Zahlen geriet die Aktie unter Druck. Dies liegt unter anderem an den angekündigten hohen Investitionen und der hohen Verschuldung des Unternehmens, was bei einigen Investoren Sorgen auslöst. Bereits im vergangenen Geschäftsjahr (Ende Mai) gab Oracle 55,7 Milliarden Dollar für Investitionen aus, vorwiegend für KI-Technik. Das war deutlich mehr als die ursprünglich veranschlagten 50 Milliarden Dollar.
Der Hauptsitz Oracles befindet sich in Austin, Texas, wobei das Unternehmen den Umzug an einen neuen Mega-Campus in Nashville, Tennessee, vorbereitet.
