Der Schweizer Cloud-Anbieter Infomaniak verstärkt seinen Verwaltungsrat und holt Paul Such und Patricia Solioz Mathys ins Gremium, dessen Vorsitz bei Boris Siegenthaler liegt. Die beiden Neuzugänge sollen eine neue Entwicklungsphase des Unternehmens, das seinen Hauptsitz in Zürich unterhält, begleiten, heisst es in einer Aussendung dazu.
Patricia Solioz Mathys wird im Verwaltungsrat den Infos zufolge künftig die Rolle der Vizepräsidentin einnehmen. Als Generaldirektorin der "Transports publics de la région lausannoise" von 2020 bis 2026 (ein Netz mit 133 Millionen Fahrgästen und einer Organisation mit 2'000 Mitarbeitenden) verfüge sie über umfassende Erfahrung in der Führung komplexer Organisationen und grosser Infrastrukturen, heisst es. Zuvor hatte sie mehrere Führungspositionen bei den Services Industriels de Genève (SIG) inne, wo sie unter anderem als Direktorin Smart City tätig war, nachdem sie ihre Karriere bei der Beratungsfirma Arthur Andersen / Bearingpoint begonnen hatte. Als anerkannte Spezialistin für institutionelle Governance und Stakeholder-Management, engagiert in ESG-Themen, bringt sie wertvolle Expertise im Dialog mit dem öffentlichen Sektor, grossen Organisationen und regulierten Umgebungen ein.
Paul Such wiederum gilt als Schweizer Pionier der Cybersicherheit. Als Gründer von SCRT im Jahr 2002 (heute Orange Cyberdefense Schweiz) und von Hacknowledge, sowie als aktueller CEO von Swiss Post Cybersecurity bringe er über zwanzig Jahre unternehmerische Erfahrung und technische Expertise in der Absicherung kritischer Infrastrukturen mit. Er ist zudem Gründer der Konferenz Insomni'hack und Mitglied des Organisationskomitees von Black Alps, Dozent an der EPFL, an Fachhochschulen und an der Universität Genf sowie Verwaltungsrat der Freiburger Kantonalbank (FKB) seit 2017.
Im vergangenen Jahr erzielte Infomaniak einen Umsatz von 56 Millionen Schweizer Franken. In den kommenden Jahren will das Unternehmen rund 200 Millionen Franken in den Ausbau seiner Rechenzentrumsinfrastrukturen in der Schweiz, den Ausbau seiner Kapazitäten im Bereich künstliche Intelligenz sowie die Rekrutierung qualifizierter Fachkräfte in den Bereichen Ingenieurwesen und F&E zu investieren. Im Januar 2019 zählte Infomaniak 105 Mitarbeitende. Im Januar 2025 waren es bereits 256. Und Anfang März 2026 sind es 316, mit über 80 Neueinstellungen in weniger als einem Jahr.
