Symbolbild: Microsoft

Die schweizerische Bundesverwaltung die Einführung von Microsoft 365 laut einer Mitteilunng planmässig abgeschlossen. Per Mitte Dezember sei auf rund 54’000 Arbeitsplätzen die neue Office-Version installiert worden, heisst es. Begonnen wurde der schrittweise Rollout bereits im Oktober 2024. Als letzte Verwaltungseinheiten wurden nun das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS und der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte EDÖB mit der neuen Software ausgerüstet.

Beim Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA wurde der Rollout bereits Ende August abgeschlossen. Im Zuge dessen führte das EDA Microsoft 365 auch bei rund 160 Schweizer Vertretungen im Ausland ein. Das EDA war denn auch zusammen mit dem Bereich Digitale Transformation und IKT-Lenkung (DTI) der Bundeskanzlei sowie Einheiten des Bundesamtes für Informatik und Telekommunikation BIT und des Eidgenössischen Personalamts EPA Teil des Projektteams.

Mit der Einführung von Microsoft 365 seien auch technische und organisatorische Schutzmassnahmen getroffen worden, damit die cloud-basierte Software beim Bund geschützt vor dem Zugriff Dritter zum Einsatz kommen könne, wird in der Mitteilung betont. Nutzerinnen und Nutzer dürfen demnach in der Cloud von Microsoft keine besonders schützenswerten Daten und keine vertraulichen Dokumente speichern. Dies werde mit dem sogenannten Labeling sichergestellt. Was bedeutet, dass jedes Dokument mit einem Label versehen werden muss. Die als sensitiv gelabelte Dokumente können nicht in die Cloud gespeichert werden und bleiben lokal in den Rechenzentren des Bundes gespeichert.

Um mittelfristig die Abhängigkeit von Microsoft zu reduzieren und die digitale Souveränität der Schweizer Bundesverwaltung zu erhöhen, habe die Bundeskanzlei mit dem Proof of Concept BOSS (Büroautomation durch Einsatz von Open-Source-Software) Anfang 2025 zudem eine praktische Machbarkeitsstudie lanciert. Diese bereite den Weg für eine Büroautomationsumgebung mit Open-Source-Software: zum einen als Notfallersatz bei einem möglichen Ausfall von Microsoft 365, zum anderen für die laufende sichere Bearbeitung von Dokumenten mit schützenswerten Inhalten. Erste Resultate und daraus abgeleitete Empfehlungen seien für Mitte 2026 zu erwarten, heisst es.