BSI entwickelt Software für Self-Service-Zahlungsverkehrsautomat der Schweizerischen Post

Einzahlen am Postomat (Bild: zVg)
Einzahlen am Postomat (Bild: zVg)

Das Schweizer Software-Unternehmen BSI Business Systems Integration mit Zentrale in Baden hat die Ausschreibung für einen Self-Service-Zahlungsverkehrsautomat im Auftrag der Schweizerischen Post gewonnen. Der smarte Automat ist nun in der Pilot-Filiale in Interlaken in Betrieb gegangen. Er soll Kunden künftig nebst Einzahlungen auch mit praktischen digitalen Services dienen.

Das Besondere am intelligenten Selbstbedienungsautomaten ist, dass er die Leistungen eines Einzahlungsautomaten mit Retail-Funktionalitäten verbindet. Dank Machine-Learning-Integration erkenne der Automat selbst von Hand eingefügte Zahlen, könne Kontodaten prüfen und Aufträge sicher durchführen, teilt BSI mit. Weitere digitale Services in den Bereichen Zahlungsverkehr und Banking sind demnach in Planung.

Im Oktober wird der Proof of Concept auf insgesamt 15 Automaten in neun Filialen erweitert werden. Ob die neue Selbstbedienungslösung einem breiten Kundenbedürfnis entspreche, werde sich in den nächsten Monaten zeigen, meint Marco Lazzarotto, Gesamtprojektleiter seitens Post. Die Post werde nach der geplanten Testphase im zweiten Quartal 2019 entscheiden, ob und an welchen Standorten der Automat ausgerollt werden soll. Auch eine autonome Version des Automaten wird getestet: in La Chaux-de-Fonds sollen die Kunden auch ausserhalb der Filial-Öffnungszeiten von den neuen Service-Angeboten profitieren können.

Die Automaten-Software wurde den Angaben zufolge kooperativ von BSI mit der Schweizerischen Post entwickelt. Die Herausforderung der handgeschriebenen Einzahlungsscheine löste BSI im Lab mittels eines neuronalen Netzwerks, welches initial mit über 100 000 Belegbildern trainiert wurde.