Bis 2050 fliessen weltweit voraussichtlich 31,6 Billionen Dollar in KI- und Rechenzentrumsinfrastruktur. Das prognostiziert der aktuelle "Global Data Centre Outlook 2026 - 2050" der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC.
Bei einem stärkeren Nachfragewachstum könnte der Investitionsbedarf sogar auf nahezu 50 Billionen Dollar steigen. Strengere Exportkontrollen und gestörte Chip-Lieferketten könnten das Volumen hingegen auf 25,5 Billionen Dollar drücken. Für Europa entscheidet vor allem der Zugang zu bezahlbarem und verlässlichem Strom über den Investitionserfolg, heisst es in der Studie.
Die jährlichen Investitionen in Rechenzentren steigen gemäss PwC von rund 800 Mrd. Dollar (2026) auf 1,8 Bio. Dollar (2050). Der Bedarf an frischem Kapital bleibt auch nach dem Bau hoch: Chips, Server und Co müssen alle vier bis sechs Jahre erneuert werden. Der Anteil der IT-Ausstattung an den Gesamtinvestitionen wächst dadurch von heute 70 Prozent auf 93 Prozent im Jahr 2050.
Mit voraussichtlich 15,1 Billionen Dollar entfallen 48 Prozent der weltweiten Investitionen auf die USA. Das leistungsfähige Chip-Ökosystem und die führende Rolle bei der Entwicklung grosser KI-Modelle stärken ihre Position. Der asiatisch-pazifische Raum folgt mit 8,2 Billionen Dollar, geführt von China und Indien. Europa kommt abgeschlagen auf lediglich 5,6 Billionen Dollar, so PwC.
