Logobild: Flickr/CC BY-SA 2.0

Die chinesische Suchmaschinenbetreiberin Baidu mit Hauptsitz in Peking hat zwei neue KI-Modelle angekündigt. Dabei handelt es sich zum einen um das multimodale Ernie 4.5 und zum anderen um ein neues, auf logisches Denken ausgerichtetes Modell namens X1.

Den Angaben von Baidu zufolge verfüge Ernie 4.5 über eine "hervorragende multimodale Verständnisfähigkeit". Sowohl die Sprachfähigkeiten als auch die Anlagen in Bereichen wie Verständnis, Generierung, Logik und Gedächtnis seien massiv verbessert worden. Auch könne Ernie 4.5 Internet-Memes und satirische Cartoons leicht verstehen, betont Baidu.

Das andere Modell wiederum, X1, verfüge über "stärkere Fähigkeiten in den Bereichen Verständnis, Planung, Reflexion und Weiterentwicklung", lässt Baidu wissen. Es sei das erste Modell für tiefes Denken, das Werkzeuge autonom einsetze.

Mit beiden Modellen will sich der chinesische Internetriese in einem hart umkämpften KI-Wettbewerb behaupten. Als einer der ersten chinesischen Tech-Giganten, die einen ChatGPT-ähnlichen Chatbot auf den Markt brachten, hatte Baidu trotz der Behauptung, eine mit GPT-4 von OpenAI vergleichbare Leistung zu bieten, angesichts des harten Wettbewerbs Schwierigkeiten, für sein grosses Sprachmodell Ernie eine breite Akzeptanz zu finden. In China hält Baidu im Suchmaschinenmarkt einen Anteil von über 70 Prozent.

Der Name Baidu geht gemäss Wikipedia auf ein Gedicht zurück, das vor mehr als 800 Jahren während Chinas Song-Dynastie geschrieben wurde. Das Gedicht vergleicht die Suche nach einer sich zurückziehenden Schönheit inmitten chaotischen Glamours mit der Suche nach den Träumen, während man sich den vielen Hindernissen des Lebens stellt. "Hunderttausende Male suchte ich sie im Chaos / Plötzlich drehte ich mich zufällig dorthin, wo die Lichter nachliessen, und da stand sie." Wörtlich übersetzt bedeutet Baidu soviel wie "hunderte Male".