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Die schweizerische Bundeskanzlei hat dem Unternehmen "Apps with love" den Zuschlag für die Entwicklung der Bundesrats-App erteilt. Die App soll bis Mitte 2027 für Nutzerinnen und Nutzer zur Verfügung stehen. Sie soll gewährleisten, die Informationen von Bundesrat und Bundesverwaltung zuverlässig und unabhängig von kommerziellen Plattformen anzubieten und die Bevölkerung auch im Krisenfall zu erreichen.

Gemäss der Aussendung der Bundeskanzlei besteht der Auftrag darin, die App nach den Vorgaben eines Prototyps zu realisieren und während zehn Jahren zu betreiben und weiterzuentwickeln. Für die Konzeption und die Realisierung der App stehen maximal 325'000 Franken (exkl. MwST) zur Verfügung. 3.2 Mio. Franken stehen weiter über die Laufzeit von zehn Jahren bis 2037 für Optionen zur Verfügung. Diese umfassen den Betrieb, die Wartung, den Support und die Weiterentwicklung der App über die gesamte Laufzeit. Der Auftragswert von 3,4 Millionen Franken entspreche somit dem maximal möglichen Volumen, nicht den tatsächlich vorgesehenen Ausgaben, betont die Bundeskanzlei in der Mitteilung.

Wie stark die Optionen genutzt werden, hänge von der Weiterentwicklung der App ab, die mit Rücksicht auf die Usererfahrungen und die Zielerreichung erfolgen werde. Schon der Prototyp sei unter Einbezug von Nutzerfeedbacks aus der Bevölkerung entwickelt worden. Er berücksichtigte demnach die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung, die zeigte, dass über zwei Drittel der Befragten eine App des Bundesrates für sinnvoll halten und persönlich daran interessiert seien.

Die Bundesrats-App bringt künftig Geschäfte, Tätigkeiten und Entscheide des Bundesrates – von Medienmitteilungen über Beschlüsse bis zu Reden – einfach, personalisiert und gebündelt auf Smartphones. Sie nutzt dafür das bestehende Redaktionssystem des Bundes, das eine mehrfache Verwendung der Informationen auf verschiedenen Kanälen erlaubt. Für die App würden keine neuen Inhalte geschaffen, heisst es. Das Informationsangebot werde mit den bestehenden personellen Ressourcen umgesetzt.

Vor dem Hintergrund der Möglichkeiten von KI generierten Fakes und Deepfakes sei es noch wichtiger geworden, dass die Landesregierung zur Information der Bevölkerung über einen vertrauenswürdigen, von kommerziellen Plattformen unabhängigen Kanal verfüge, der auch vor Beeinflussungs- und Desinformationskampagnen geschützt sei, so die Bundeskanzlei weiters. Die App soll auch in Krisen eine zuverlässige Information der Bevölkerung garantieren.

Das gewählte Angebot habe insbesondere in wirtschaftlicher Hinsicht überzeugt, indem es sowohl den am tiefsten bewerteten Preis wie auch das grösste Weiterentwicklungspotenzial ausweise. Die Entwicklung der App beginnt in der zweiten Jahreshälfte 2026 und dauert voraussichtlich 10 Monate. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme sind für Mitte 2027 geplant.