Apple enttäuscht die Analysten mit der Prognose für das Weihnachtsgeschäft (Bildquelle: Wikipedia)

Der kalifornische IT-Riese Apple rechnet für sein traditionell wichtigstes Vierteljahr, das Weihnachtsquartal, mit einem Umsatzplus von maximal gut fünf Prozent auf 93 Milliarden Dollar. Die Börsianer hatten mit einem besseren Ausblick gerechnet, unter anderem da Apple mehr teurere Geräte im Angebot hat als vor einem Jahr. Etliche gingen davon aus, das der iPhone-Konzern die 100-Milliarden-Dollar-Umsatz-Hürde nehmen könnte. Der Aktienkurs tauchte gestern Abend im nachbörslichen Handel zeitweise um mehr als vier Prozent nach unten.

Der Konzern aus Cupertino im Silicon Valley will künftig nun keine Absatzzahlen mehr zu seinen Geräten veröffentlichen. Die Zahl binnen drei Monaten verkaufter iPhones, iPads und Mac-Computer sei kein guter Gradmesser für den Erfolg des Apple-Geschäfts, lässt sich Finanzchef Luca Maestri zur Begründung der Massnahme zitieren. Im vergangenen Vierteljahr bescherte der Start des neuen iPhone XS Apple noch einen kräftigen Sprung bei Umsatz und Gewinn. Der Konzern verdiente 14,1 Milliarden Dollar – rund 32 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Umsatz stieg dabei im Ende September abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal um ein Fünftel auf 62,9 Milliarden Dollar, wie Apple mitteilte.

Apple verkaufte rund 46,9 Millionen iPhones. Das waren nur gut 200.000 mehr als im Vorjahresquartal – die Erlöse des iPhone-Geschäfts sprangen aber um 29 Prozent auf rund 37,2 Milliarden Dollar hoch. Das lag daran, dass im vergangenen Jahr das neue iPhone X erst im November auf den Markt kam – und jetzt schon seit September das Nachfolgemodell XS und die grössere und teurere Version XS Max verkauft wurden. Auch das Geschäft mit Mac-Computern machten die teureren Pro-Modelle profitabler. Bei den Stückzahlen gab es im Jahresvergleich zwar einen Rückgang um zwei Prozent auf 5,3 Millionen Geräte, der Umsatz legte jedoch um drei Prozent auf 7,4 Milliarden Dollar zu.

Beim iPad gab es den umgekehrten Effekt. Die Stückzahlen sanken um verschmerzliche sechs Prozent, der Umsatz sackte jedoch nach dem Start eines attraktiveren günstigen Modells noch stärker um 15 Prozent ab. Das Service-Geschäft, in dem unter anderem Erlöse aus dem Streaming-Dienst Apple Music, dem App-Download oder dem Online-Speicherdienst iCloud verbucht werden, steigerte den Umsatz um 31 Prozent auf 9,98 Milliarden Dollar.



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