Apple siedelt Produktion verstärkt ausserhalb von China an (Bildquelle: Wikipedia/ CC)

US-Präsident Donald Trump ist abgewählt, sein demokratischer Nachfolger Joe Biden steht in den Startlöchern. Ein Wechsel, der auch auf die Techbranche nachhaltige Auswirkungen haben könnte. Welche das konkret sind, muss sich erst zeigen, es gibt aber zumindest einen Bereich, wo keine Rückkehr zur Prä-Trump-Ära erwartet wird: das Verhältnis zu China. Selbst demokratische Politiker gestehen mittlerweile zu, dass die alte, betont freundliche Politik gegenüber dem asiatischen Land aus der Obama- und Bush-Ära gescheitert ist.

Von einem nahenden Ende des Handelskriegs scheint jedenfalls auch Apple nicht auszugehen: Laut einem Bericht hat das Unternehmen seinem Partner Foxconn angeordnet, einen Teil der iPad- und Macbook-Fertigung aus China abzuziehen. Damit will man verhindern, dass eine weitere Verschärfung der Situation zu Lieferproblemen führen könnte. Taiwanesische Hersteller wie Foxconn haben in den vergangenen Monaten aber auch abseits von Apple bereits Teile ihrer Produktion verlagert.

Neben Vietnam erfreuen sich dabei auch Indien und Mexiko grosser Beliebtheit. Dieser Trend wird dadurch erleichtert, dass in China über die Jahre die Löhne gestiegen sind, der Unterschied zu anderen Ländern insofern nicht mehr so gross ist wie in früheren Jahren – wenn überhaupt.

Bis die iPad- und Macbook-Fertigung in vollem Umfang in Vietnam läuft, werden aber noch ein paar Monate vergehen. Die Fabrik in der nordöstlich gelegenen Provinz Bắc Giang soll im ersten Halbjahr 2021 in Betrieb gehen. Apple ist dabei nicht der einzige Hersteller, auch andere Firmen wie Samsung oder Google lassen zunehmend ausserhalb von China fertigen.