Das vergangene Jahresviertel, das Weihnachtsquartal, darf Apple als Rekordquartal in die Unternehmensgeschichte eintragen. Der IT-Gigant aus dem kalifornischen Cupertino meldet einen Umsatzsprung von 16 Prozent auf 143,76 Milliarden Dollar. Auch beim Gewinn pro Aktie lieferte Apple ab: Mit 2,84 Dollar lag der Wert klar über den Erwartungen der Börsianer von 2,67 Dollar. Insgesamt fuhr Apple einen Gewinn in Höhe von gut 42 Milliarden Dollar ein, was ebenfalls einem Plus von 16 Prozent entspricht.
"Die iPhone-Nachfrage war atemberaubend", betonte Firmenchef Tim Cook in einem Reuters-Interview. Die Einnahmen aus den Smartphone-Verkäufen legten um 23 Prozent auf 85,27 Milliarden Dollar zu, so stark wie noch nie. Der Grund: Eine massive Nachfrage nach der neuen iPhone-17-Serie, die Apple. Besonders beeindruckend fiel das Ergebnis in China aus. Trotz des schwierigen Marktumfelds stiegen die Erlöse in der Region um 38 Prozent auf 25,53 Milliarden Dollar. Cook verwies dabei auf eine Rekordzahl an Bestandskunden, die auf neue Modelle umstiegen, sowie ein zweistelliges Wachstum bei ehemaligen Android-Nutzern.
Während das iPhone glänzte, zeigte sich bei anderen Hardware-Sparten ein gemischtes Bild. Der Mac-Umsatz enttäuschte mit einem Rückgang von sieben Prozent auf 8,39 Milliarden Dollar und verfehlte damit die Markterwartungen. Auch die Sparte Wearables und Zubehör, zu der die Apple Watch und die AirPods gehören, schrumpfte leicht um zwei Prozent. Einen Lichtblick bot hingegen das iPad-Geschäft, das um sechs Prozent zulegte. Laut Cook handelte es sich bei der Hälfte der Käufer im abgelaufenen Quartal um Neukunden im Tablet-Segment.
Optimistisch gibt sich Apple für das laufende neue Quartal. Auch für diese Periode rechnet der IT-Gigant mit einem Umsatzplus von bis zu 16 Prozent. Nachbesser will Apple im KI-Bereeich. Im Laufe des Jahres werde eine mithilfe der KI von Google verbesserte Version der digitalen Assistentin Siri auf den Markt kommen, so Cook. Dies könnte der iPhone-Nachfrage einen weiteren Schub verpassen.
Trotz der starken Zahlen blickt der Markt auf potenzielle Risiken in der Lieferkette. Die weltweite Knappheit bei Speicherchips treibt die Komponentenpreise nach oben. Da Apple für seine KI-Funktionen besonders leistungsstarke Hardware benötigt, könnten steigende Kosten die Margen unter Druck setzen. Bisher hält Apple jedoch dagegen: Die Bruttomarge lag im abgelaufenen Quartal bei starken 48,2 Prozent. Aber auch Tim Cook warnt: Die "atemberaubende" Nachfrage nach Geräten der neuen iPhone-Modellreihe habe die eigenen Erwartungen von Apple übertroffen, so dass man das Jahr mit nur noch geringen Lagerbeständen beendet habe. Jetzt brauche Apple mehr Chipsysteme - aber bei den Fertigern gebe es "weniger Flexibilität" als sonst für zusätzliche Aufträge, so der Apple-Boss.
