Die Schweiz erhält, koordiniert durch das Bundesamt für Landestopografie (Swisstopo), eine neue strategische Ausrichtung für ihre amtliche Vermessung. Diese soll dazu beitragen, die Verlässlichkeit, Zugänglichkeit und Nutzbarkeit der amtlichen Geodaten zu verbessern und gleichzeitig neue Technologien integrieren.
In einer Aussendung von Swisstopo heisst es dazu: "Angesichts der aktuellen und zukünftigen Herausforderungen haben die Partner der amtlichen Vermessung eine neue strategische Ausrichtung bis zum Jahr 2040 definiert. Sie stellt die Nutzerinnen und Nutzer in den Mittelpunkt des Systems und zielt darauf ab, die Zuverlässigkeit, Zugänglichkeit und Nutzbarkeit der amtlichen Geodaten zu verbessern. Diese Daten sind für die Gesellschaft unverzichtbar: Sie gewährleisten die Rechtssicherheit von Entscheidungen mit Raumbezug, schützen Eigentumsrechte über das Grundbuch und unterstützen Innovation sowie eine fundierte Planung."
Die strategische Vision sieht demnach auch die Integration neuer Technologien vor, insbesondere künstliche Intelligenz und dreidimensionale Modellierungen. "3D-Modellierungen erlauben es beispielsweise bei Stockwerkeigentum, den zweidimensionalen Aufteilungsplan zu ersetzen. Bei Dienstbarkeiten wie Weg- oder Durchgangsrechten können Höhenbeschränkungen besser berücksichtigt werden," so Swisstopo.
Die neue Vision ziele auch darauf ab, den Wissensaustausch und die Nutzung von Daten durch alle Beteiligten – Bürgerinnen und Bürger, Geometer, GIS-Spezialisten, öffentliche Verwaltungen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen – zu erleichtern. In Zusammenarbeit mit den Kantonen, Gemeinden, Geometern und technischen Partnern gewährleiste Swisstopo die Harmonisierung der Methoden und Daten auf nationaler Ebene und schaffe so "eine transparentere, zeitgemässere und besser nutzbare amtliche Vermessung für die gesamte Gesellschaft", heisst es abschliessend.
