Beispiel eines Amazon-Geschäftes in Seattle (Foto: Wikipedia/ Sounder Bruce/ CC)

Der US-amerikanische Online-Versandhandelsriese Amazon will mit eigenen Shops künftig am stationären Handel in Deutschland partizipieren. Dies sagte Amazon-Deutschland-Chef Ralf Kleber gegenüber der Zeitung "Welt am Sonntag". In den Vereinigten Staaten betreibt der Konzern mit Zentrale in Seattle bereits unter anderem den kassenlosen Supermarkt "Amazon Go" sowie die Biomarkt-Kette "Whole Foods".

Den deutschen stationären hingegen hat Amazon bislang nur mit temporären Pop-up-Stores getestet. "Fakt ist: Wir wissen, dass Kunden offline einkaufen und dass sie Vielfalt mögen", betonte Kleber gegenüber der Zeitung. Konkrete Ziele oder Zeitpunkte für eine Eröffnung von Amazon-Läden in Deutschland wollte er allerdings nicht nennen.

Eine Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft Verdi bei Entlohnung und Arbeitsbedingungen lehnte der Deutschland-Chef in der Zeitung weiter kategorisch ab. Er sehe dazu keine Notwendigkeit, sagte Kleber. "Man sollte sich von der Vorstellung lösen, dass man nur ein sozial gerechter Arbeitgeber sein könne, wenn man einer bestimmten Vereinigung angehört", meinte Kleber. "Wir bieten gute Ausbildungs-und Karrieremöglichkeiten und wir zahlen ordentliche Gehälter." Die Zahl der unbefristeten Arbeitsverhältnisse in Deutschland sei im vergangenen Jahr um 2.800 Stellen auf mehr als 20.000 gestiegen, so der Deutschland-Chef.



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