500 Millionen Franken für innovative Startups und KMUs

Geldregen für innovative Firmen (Symbolbild: Fotolia/Robert Kneschke)
Geldregen für innovative Firmen (Symbolbild: Fotolia/Robert Kneschke)

Bis zu einer halben Milliarde Schweizer Franken will ein von der Stiftung Swiss Entrepreneurs Foundation (SwissEF) geschaffener Fonds künftig in innovative Unternehmen mit Wachstumspotenzial investieren. Der "Swiss Entrepreneurs Fund" ist von der SwissEF gemeinsam mit dem Versicherer Mobiliar und den Grossbanken UBS und Credit Suisse lanciert worden, wie die Stiftung verlauten lässt. Erste Kapitalgeberin ist die Mobiliar, die mit einer Summe von 100 Millionen Franken mit an Bord ist.

Die schweizerische Finanzmarktaufsicht Finma hat den Fonds bereits bewilligt. Damit könne der Fonds über die nächsten Monate auf die Zielgrösse von 500 Millionen Franken vermehrt werden. Als weitere Investoren in den Fonds erhoffen sich die Initianten nun institutionelle Anleger wie Pensionskassen, vermögende Privatpersonen und Family Offices. Ziel des Fonds sei es, direkt, aber auch via Drittfonds in innovative Unternehmen mit Wachstumspotenzial zu investieren. Die Mehrheit der Investitionen soll dabei in Firmen erfolgen, die ihren Hauptsitz oder einen "signifikanten Anteil ihrer Wertschöpfung" in der Schweiz haben.

"Bisher einmalig" sei es, dass sich die beiden Grossbanken gemeinsam in einem Anlagegefäss engagierten, so die SwissEF. Die UBS bringe ihre Expertise bezüglich "Venture Capital" und "Private-Equity-Fonds" ein. Sie investiere auf der einen Seite in etablierte Investment Manager, fördere selektiv aber auch die Neubildung von Private-Equity-Fonds. Die Credit Suisse werde dagegen für die Direktinvestitionen in Startups und innovative KMU verantwortlich sein.

Die Zielgrösse ist, dass 50 bis 66 Prozent der Investitionen in Schweizer Firmen fliessen, daneben soll primär in Firmen aus Nachbarländern investiert werden. Die Direktinvestitionen sollen sich auf mindestens 20 Prozent der gesamten Investitionen belaufen, 65 bis 80 Prozent der Mittel werden in Drittfonds investiert. Die Fondsgelder sollen ausgewogen in unterschiedlichen Entwicklungsstadien zugeteilt werden, also in Risikokapital, in Beteiligungen an schnell wachsenden Firmen sowie in kleine bis mittelgrosse "Buyouts".

Die von Privatwirtschaft und Politik getragene Swiss Entrepreneurs Foundation war im Dezember 2017 unter dem Patronat des damaligen Bundesrats Johann Schneider-Ammann ins Leben gerufen worden, um die "Herausforderungen für das Innovations- und Startup-Standort Schweiz" zu adressieren. Die Stiftung mit Sitz in Bern steht seit Anfang 2019 unter dem Patronat von Bundesrat und WBF-Vorsteher Guy Parmelin. Johann Schneider-Ammann bleibe der SwissEF als Ehrenpräsident verbunden. Ziel der Stiftungsei es, dass die Schweiz ihre "führende Stellung als Wirtschafts- und Innovationsstandort" ausbauen und neue Arbeitsplätze schaffen soll, wird in der Mitteilung betont. Dabei wolle sie einen Doppelansatz verfolgen. Neben dem nun vorgestellten Swiss Entrepreneur Fund realisiert sie auch Projekte, welche die Rahmenbedingungen für Unternehmertum und innovative Technologien verbessern sollen.

Im vergangenen Jahr habe die Stiftung bereits zwei Projekte gestartet. Mit dem Programm "SwissEF UpScaler" sollen Unternehmen in der Wachstumsphase ein "massgeschneidertes Förderprogramm" erhalten. Ein Team aus einem Pool von 50 erfahrenen "Topunternehmern" und Experten stehen solchen Unternehmen bei. Im Programm "SwissEF Shaper" sollen Unternehmer in Kontakt mit Vertretern aus der nationalen Politik gebracht werden und diese für ihre Anliegen sensibilisieren.