270 Patente aus dem IBM-Labor in Zürich-Rüschlikon

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Der US-IT-Riese IBM erhielt im vergangenen Jahr insgesamt 9.100 Patente zugesprochen, was einem neuen Rekord entspricht. Damit ist Big Blue bereits zum 26. Male in Folge "Patent-Weltmeister". Von den Patenterteilungen entfielen 4.000 auf neue Technologien wie KI, Cloud Computing, Security und Quantum Computing. Und was auch nicht ohne ist: 270 Patente ergingen an IBM-Forscher im Zürcher Labor in Rüschlikon.

Die Wissenschaftler im Zürcher IBM-Forschungslabor erhielten zum Beispiel das Patent für "Neuromorphic synapses". Die neuromorphe Technologie bezieht sich auf Computersysteme, die von biologischen Architekturen des zentralen Nervensystems inspiriert sind. Das menschliche Gehirn verbraucht weniger als zwei Liter und verbraucht etwa 20 W Leistung. Die Simulation von 5 Sekunden Gehirnaktivität mit modernsten Supercomputern dauert etwa 500 Sekunden und benötigt 1,4 MW Leistung. Dies habe zu erheblichen Forschungsanstrengungen geführt, um das hocheffiziente Rechenparadigma des menschlichen Gehirns zu verstehen und zu simulieren, teilt Big Blue mit. Die IBM-Erfinder entwickelten einen Ansatz zur Erstellung einer neuromorphen Synapse unter Verwendung eines Memelements, welches ein synaptisches Gewicht speichert, das ein gewichtsabhängiges synaptisches Update durchführen kann.

Eine weiteres Patent erhielten die Erfinder im Zürcher IBM-Labor für ihre Entwicklingen im Bereich "Shared data encryption and confidentiality". Dabei handelt es sich um einen Ansatz zur Komprimierung und Deduplizierung verschlüsselter Daten ohne die Verschlüsselung und die Vertraulichkeit der Daten zu beeinträchtigen. Hintergrund dazu ist, dass End-to-End-Verschlüsselung der Prozess der Verschlüsselung von Daten in der Nähe der Quelle ist, bevor die verschlüsselten Daten in den Speicher übertragen werden. Dieser Verschlüsselungsprozess hat sich aufgrund von Sicherheitsbedenken gegenüber Drittanbietern von Speicher- oder Cloud-Providern, domänenspezifischen Vorschriften, die die Verschlüsselung sensibler Daten vorschreiben, die sichere Löschung von Daten gewährleisten und Verschlüsselungsanforderungen in Hochsicherheitsrechenzentren zunehmend durchgesetzt. Diese Erfindung biete eine Methode und ein System, um sicherzustellen, dass diese Anforderungen erfüllt werden und dem Cloud-Provider oder anderen Cloud-Provider-Mietern keine Informationen mitgeteilt werden.