Hacker: Situation hat sich 2024 weltweit verschlechtert (Bild: Mohamed_hassan, pixabay.com)

Laut einem neuen Bericht des IT-Security-Spezialisten Surfshark war Deutschland 2024 mit 135 Millionen kompromittierten Nutzerkonten das weltweit fünfthäufigste betroffene Land. Zum Vergleich: Global wurden 5,6 Mrd. Konten kompromittiert, wobei China mit 17 Prozent aller Datenpannen an erster Stelle steht. Russland belegt Platz zwei, gefolgt von den USA.

Der Analyse zufolge haben Datenlecks im Vergleich zu 2013 um das 7,6-Fache zugenommen - von 731,1 Mio. im Jahr 2023 auf 5,6 Mrd. im Jahr 2024. Allein im vergangenen Jahr sind im Schnitt 176 Nutzerkonten pro Sekunde kompromittiert worden, verglichen mit 23 im Jahr 2023. Surfshark nach "hat sich die Landschaft der Datenlecks dramatisch verändert".

"In einer Ära, in der sich Cyber-Bedrohungen ständig weiterentwickeln, ist es entscheidend, aktive Massnahmen zum Schutz persönlicher Informationen zu ergreifen. Einzelpersonen sollten komplexe Passwörter verwenden, die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren und sich über potenzielle Bedrohungen informieren", so Surfshark-DACH-Managerin Monika Sackute.

Die Datenleckrate in Deutschland ist 65 Mal höher als 2023, mit etwa vier kompromittierten deutschen Nutzerkonten pro Sekunde im Jahr 2024. Die Bundesrepublik hat 16 Mal mehr Datenlecks als Österreich (8,5 Mio.) verzeichnet. Gemessen an der Dichte der Lecks sind es in Deutschland 1.620 kompromittierte Konten pro 1.000 Einwohner (Österreich 946), heisst es.

Insgesamt wurden 166,2 Mio. eindeutige E-Mail-Adressen aus Deutschland kompromittiert. 543,3 Mio. Passwörter wurden zusammen mit deutschen Konten geleakt, wodurch 88 Prozent der betroffenen Nutzer Gefahr laufen, dass ihre Konten übernommen werden, was zu Identitätsdiebstahl, Erpressung oder anderen Cyber-Verbrechen führen könnte.