Nvidia übertrifft mit seinen jüngsten Umsatzprognosen und Quartalszahlen die Erwartungen der Wall Street deutlich. Konkret erwirtschaftete der KI-Chip-Hersteller aus dem kalifornischen Santa Clara im vergangenen zweiten Fiskalquartal einen Umsatz in Höhe von 96,22 Mrd. US-Dollar - eine Verdoppelung gegenüber der Vorjahresperiode. Die Börsianer erwarteten 104,2 Milliarden Dollar.
Mit dem Gewinn pro Aktie von 2,22 Dollar übertrifft Nvidia die Analystenschätzungen ebenfalls. Insgesamt schnellte der Nettogewinn im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 126 Prozent auf 59,7 Milliarden Dollar (ca. 51,2 Mrd. Euro) hoch.
Für das laufende dritte Geschäftsquartal stellt Nvidia Erlöse von 108,0 Milliarden US-Dollar (rund 92,7 Mrd. Euro in Aussicht, plus oder minus zwei Prozent. Analysten hatten laut LSEG-Daten im Schnitt mit 104,2 Milliarden (etwa 89,4 Mrd. Euro) gerechnet.
Für das Geschäftsjahr 2028 (das im Frühjahr 2027 beginnt) prognostiziert Finanzchefin Colette Kress ein weiteres massives Umsatzwachstum von rund 70 Prozent. Zudem werde die Partnerschaft mit Amazon Web Services ausgebaut, um Millionen neuer Grafikprozessoren zu implementieren.
Obwohl Nvidia derzeit mit einer Marktkapitalisierung von über 5 Billionen Dollar das wertvollste Unternehmen der Welt ist, bergen konzentrierte Aktieninvestitionen immer das Risiko erheblicher Kursverluste. Trotz der exzellenten Zahlen reagierte die Aktie im nachbörslichen Handel volatil. Sie gab zunächst leicht nach, bevor sie um über 4 Prozent ins Plus drehte.
Anleger sorgen sich langfristig um die Dominanz des Konzerns. In der Prognose ist einkalkuliert, dass aufgrund von US-Exportbeschränkungen keine KI-Chips mehr nach China geliefert werden. Gleichzeitig entwickeln Grosskunden wie Microsoft und Meta zunehmend eigene Chips, um die Abhängigkeit zu reduzieren.
