Keynote-Redner Scott Hanselmann (Bild: zVg)

Die neusten Tech-Trends sowie das Thema Aus- und Weiterbildung standen am diesjährigen Microsoft Tech Summit Switzerland, der am 3. und 4. April in Bern über die Bühne ging, im Fokus. Der Summit gilt als grösste Microsoft-Veranstaltung für IT-Spezialisten und Developer in der Schweiz und bot den über 1’300 Teilnehmenden eine Plattform, um strategische Erkenntnisse zu gewinnen, Fähigkeiten zu entwickeln und Fachwissen zu vertiefen – sowohl im Bereich Open Source als auch in der Microsoft-Technologie.

Als Keynote-Speaker traten in der IT-Branche bekannte Persönlichkeiten auf. Scott Hanselman etwa, Partner Program Manager und weltbekannter Web Developer bei Microsoft, zeigte anhand von Beispielen, dass Microsoft immer stärker auf Open Source setzt. Dominik Wotruba, Head of Solution Architects bei Red Hat Switzerland, zeigte, dass die Open Hybrid Cloud genutzt werden soll und dass Enterprise Opensource sich dafür empfiehlt. Die Openshift Container Platform für Microsoft Azure Stack wird gemeinsam von Microsoft und Red Hat unterstützt. Anhand von aktuellen Forschungsarbeiten mit Microsoft HoloLens, Azure Kinect und anderen Computer Vision Devices demonstrierte Marc Pollefeys, Professor für Informatik an der ETH Zürich und Leiter Mixed Reality & AI Zurich Lab, eine Kooperation von Microsoft und der ETH Zürich, die Zukunft von Mixed Reality und KI.

Mit neuen Schweizer Datacentern will Microsoft Schweizer Unternehmen eine digitale Transformationsplattform mit lokaler Datenhaltung ermöglichen. Primo Amrein, Cloud Lead bei Microsoft Schweiz, informierte über den neusten Stand der Roadmap und der Services, die angeboten werden und zeigte die Dynamik der Kunden und Partner bei der Vorbereitung auf die Microsoft Swiss Region. Zusammen mit Zhdan Staruch, Head of Partner Management Digital Core Cloud EMEA & MEE bei SAP, wurde bekannt gegeben, dass SAP und Microsoft gemeinsam daran arbeiten, dass das Hana Enterprise Cloud Offering von SAP aus den Datacenter der Microsoft Cloud Region Schweiz verfügbar sein wird.

Wie Amrein zudem bestätigte, wird in den Schweizer Datacentern die M-Serie-Hardware zum Einsatz kommen. Die VM der M-Serie sind für Hana OLTP und OLAP Workloads zertifiziert und bieten bis zu 128 vCPU und 4TB RAM. Dadurch haben Kunden die Wahl zwischen mehreren SAP Cloud Deployment Optionen. Für Stefano Mallè, Chief Technology Officer der Microsoft Schweiz, ist das geplante Angebot von Hana Enterprise Cloud Offering aus den Schweiter Datacenter ein weiterer Meilenstein in der Zusammenarbeit zwischen SAP und Microsoft: "SAP und Microsoft arbeiten seit 30 Jahren eng zusammen und Microsoft Azure unterstützt die grössten SAP Hana-Workloads unter den Anbietern von hyperskalierbaren Clouds. Mit unseren Datacentern in der Schweiz kann SAP ihren Kunden jetzt neben der Cloudumgebung, die über das umfangreichste Complianceportfolio, eingebettete Sicherheit, unternehmensweite SLAs und branchenführenden Support verfügt, auch die garantierte Datenhaltung in der Schweiz bieten."

Neben den Keynotes bot der Microsoft Tech Summit Switzerland am zweiten Tag 30 Breakout-Sessions zu Themen wie Azure Resource Manager, Azure Devops, Docker, Kubernetes, Cognitive Services und ASP.NET Core. Das Speaker Line-up beinhaltete neben internationalen IT-Persönlichkeiten, wie Maria Naggaga Nakanwagi (Program Manager im Bereich Visual Studio und .NET, Microsoft) und Tianna Umann (Architect und Expertin im Bereich Blockchain, Microsoft), lokale Microsoft Spezialisten, Software Enthusiasten und Microsoft Partner. Auch die Breakout-Sessions konnten laut Angaben der Organisatoren einen hohen Besucherandrang verbuchen.