Western Digital entwickelt 40 TB-Festplatte

Verfasst von ictk am 13.10.2017 - 20:22

Die grössten Festplatten der auf Speicherprodukte fokkussierten Western Digital mit Sitz im kalifornischen Irvine haben derzeit eine Speicherkapazität von 14 TB. Bis 2025 wollen die Kaliforner 40 TB erreichen. Ermöglich werden soll dies durch die Technologie Microwave Assisted Magnetic Recording (MAMR).

Western Digital hat die Neuheit auf der firmeneigenen Hausmesse "Innovating to Fuel the Next Decade of Big Data" verkündet. Ziel sei es, künftige Anforderungen von Big Data zu bewältigen und dabei gleichzeitig bewährte Zuverlässigkeit auf Rechenzentrumniveau zu bieten. Im Mittelpunkt der im Hauptsitz des Unternehmens im Silicon Valley abgehaltenen Veranstaltung stand die Vorstellung der weltweit ersten Microwave-Assisted Magnetic Recording (MAMR) HDD. Der Erfinder der MAMR-Technologie, Professor Jimmy Zhu von der Carnegie Mellon University, sowie Mitglieder des Unternehmensvorstands hielten Präsentation und Vorträge über die Technik.

Des Weiteren wurden auch Weiterentwicklungen in den Bereichen "Micro Actuation" und Damascene-Recording-Head -Technologie vorgestellt. Western Digital erwartet, dass die Auslieferung der MAMR-HDDs mit ultrahoher Kapazität für den Einsatz in Rechenzentren 2019 beginnen kann, um "Big-Data"-Anwendungen in einer Reihe von Industriezweigen und Branchen zu unterstützen.

MAMR zählt zu den beiden energiegestützten Technologien, die Western Digital seit Jahren entwickelt, um die Aufzeichnungsdichte in Zukunft zu steigern. Vor kurzem ist es dem Unternehmen gelungen, bei Materialien und Prozessen einen Durchbruch zu erzielen, der sowohl das erforderliche verlässliche und prognostizierbare Leistungsvermögen, als auch die Fertigungssicherheit gewährleistet, um die Flächendichte und Kostenreduzierungen um durchschnittliche ungefähr 15 Prozent pro Jahr zu verbessern. Die Entwicklungen bei anderen energiegestützten Technologien, insbesondere beim Heat-assisted Magnetic Recording (HAMR) erfordern andere Werkstoffe und Materialien und stellen ausserdem Herausforderungen hinsichtlich der Zuverlässigkeit dar, die bei MAMR keine Rolle spielen. Nur MAMR zeige die Zuverlässigkeit und das Kostenprofil, die den Anforderungen der Betreiber von Rechenzentren entsprächen, heisst es.

Kernstück der Neuheit ist der "Spin Torque Oscillator" mit dem ein Mikrowellenfeld erzeugt wird, das eine Datenspeicherung mit ultrahoher Dichte erlaubt, ohne Einbussen bei der Zuverlässigkeit hinnehmen zu müssen. Von der MAMR-Technologie wird erwartet, dass sie mit der Zeit mehr als 4 Terabits-Per-Square-Inch bieten kann. Durch fortschreitende Verbesserungen bei der Speicherdichte verspricht MAMR bis 2025 die Möglichkeit, Laufwerke mit 40 TB Kapazität und mehr herstellen zu können, wobei jenseits dieses gesteckten Zeitrahmens noch weitere Kapazitätssteigerungen möglich sein dürften.