Kabelspezialist Huber+Suhner mit Gewinneinbussen

Verfasst von ictk am 13.03.2018 - 11:19

Der Kabel- und Elektrokomponentenhersteller Huber+Suhner, der auch einen Schwerpunkt im Bereich Rechenzentren hat, muss für das vergangene Geschäftsjahr Abstriche beim Gewinn in Kauf nehmen. Konkret sank der Betriebsgewinn (Ebit) um 16,6 Prozent auf 58,1 Mio. Schweizr Franken, wie es in einer Mitteilung dazu heissst. Der Reingewinn fiel um 20,8 Prozent auf 42,1 Mio. Franken. Grund für den Gewinnrückgang sei der höhere Preisdruck beim Ausbau von Mobilfunknetzen in Schwellenländern, der veränderte Businessmix sowie höhere Investitionen in den Vertrieb sowie in Forschung und Entwicklung, lässt das Unternehmen mit Sitz in Herisau wissen.

Die Aktionäre sollen daher weniger Dividende erhalten. Der Verwaltungsrat will 1,10 Franken je Aktie ausschütten nach 1,25 Franken im Vorjahr. Den Umsatz hatten die Herisauer bereits im Januar publiziert. Dieser wuchs um 5 Prozent auf 774 Mio. Schweizer Franken an. Der Auftragseingang nahm 2017 gleichzeitig um 10,7 Prozent auf 826,3 Mio. Franken zu.

Der Start ins Geschäftsjahr 2018 verlief für das Unternehmen dank eines soliden Auftragsbestands und einer guten Nachfrage in den Hauptmärkten positiv. Beim Kommunikationsmarkt dürften in den Schwellenländern weiterhin grosse Volumina entstehen, allerdings auch der Preisdruck hoch bleiben. Gleichzeitig sei die Nachfrage nach schnellen Internetverbindungen unverändert hoch und eröffne Chancen in der Anwendung Fiber-to-the-Home. Das weltweit steigende Datenvolumen treibe zudem den Bedarf für neue Rechenzentren. Im Zielmarkt Transport dürfte der positive Schwung im asiatischen Bahnmarkt anhalten, während im Automobilmarkt alle grossen Hersteller ihre Fahrzeugpaletten mit Elektrofahrzeugen ergänzen. Im Industriemarkt sind insbesondere aus dem Marktsegment Luft-, Raumfahrt und Wehrtechnik positive Impulse zu erwarten.

Aufgrund der guten Auftragslage erwarte Huber+Suhner weiter zu wachsen und die EBIT-Marge im laufenden Jahr wieder in das mittelfristige Zielband von 8-10 Prozent zu steigern. 2017 hatte die Ebit-Marge mit 7,5 Prozent leicht darunter gelegen.