Israel (Teil 5): Elastifile bringt die Vorteile von Cloud-Storage ins Unternehmen

Verfasst von Hartmut Wiehr am 27.02.2018 - 12:35

Der Ansatz von Elastifile ähnelt dem von Cloudendure: Während dieses Startup sich um die Migration von Workloads in Cloud-Umgebungen und um eine Wiederherstellung der Daten nach einer Katastrophe kümmert, will Elastifile mit seinem verteilten File-System eine Optimierung der Datenspeicherung auf lokalem Flash-Speicher und in Cloud-Umgebungen erreichen. Ständig oder oft gebrauchte Daten werden on-premise auf Flash gespeichert, kalte oder inaktive Daten wandern in die Cloud.

Die allein auf Software gestützte Lösung sorgt für Komprimierung und Deduplizierung der Daten, die so nicht nur weniger Speicherplatz benötigen, sondern sich auch leichter verschieben lassen. Auf den lokalen flash-basierten Server-Nodes befindet sich das Elastifile Cloud File System (ECFS), während Cloudconnect die Daten in eine Public Cloud migriert und dort in inaktiver Form in Containern ablegt. Bevorzugte Public Cloud ist derzeit S3 von Amazon AWS.

Laut Elastifile sind Unternehmen von sich aus kaum in der Lage, intern die Vorteile von Cloud-Umgebungen einzusetzen und die Anwendungsdaten in ein hybrides Cloud-Modell zu bringen. Einmal in der Cloud abgelagert, sollen die Kunden mit Hilfe von Elastifile die Möglichkeit bekommen, die Daten in andere Public Clouds ihrer Wahl zu verschieben. Angestrebt wird so eine "Cross-Cloud Data Fabric". Technisch verwendet Elastifile neben ECFS einen Global Namespace und Posix (Portable Operating System Interface).

In einem Papier der Analysten von ESG heisst es: "All-Flash Storage, die Public Cloud, Converged und Hyper-Converged Infrastrukturen sind nur einige wenige der neuen Technologien, die die traditionellen Rechenzentren radikal ändern wollen. In dem Masse, wie die Daten anwachsen, braucht es neue Formen des Datenzugangs, ihrer Speicherung und ihrer Analyse. Der entscheidende Faktor wird aber sein, in wie weit die IT-Abteilungen in der Lage sind, diese neuen Technologien mit ihren bestehenden Strukturen zu verbinden, ohne dass die existierenden Daten und die Workloads in Mitleidenschaft gezogen werden.“ (Architecting the Hybrid Cloud; hier erhältlich: https://www.elastifile.com/wp-content/uploads/epub/pdf/ESG-Architecting-...

Die führenden Ebenen der Unternehmen sind also IT-spezifisch, aber auch unter Gesichtspunkten der Investitionssicherheit gefordert, sich ernsthaft mit solchen neuen Technologien und ihren Konsequenzen für geschäftskritische Daten auseinanderzusetzen.

Die 90 Mitarbeitenden von Elastifile zählen sich zu den "Veteranen“ der Speicherbranche und haben u. a. Erfahrungen gesammelt bei XtremIO, Red Hat, SAN Disk, XIV oder Delphix. Das 2013 gegründete Unternehmen ist im Februar 2017 mit seinem Produkt an die Öffentlichkeit gegangen. Über 60 von ihnen arbeiten in Israel in Forschung und Entwicklung sowie in der Software-Herstellung, etwa 20 sind in Kalifornien und der Rest verteilt sich auf Europa und China. Man hat etwa 65 Millionen Dollar Funding-Gelder bekommen, darunter sehr viel direkt aus der IT-Industrie – u.a. von Cisco, Dell EMC, Huawei, Lenovo und Western Digital. Zu den direkten Konkurrenten zählen laut Einschätzung von Elastifile-Mitarbeitern Cloudian und Cleversafe.

Elastifile strebt eine Cross Cloud Plattform an (Bild: Elastifile)