Fortinet lanciert Next-Generation Firewall mit über 100 GBit/s

Verfasst von ictk am 18.02.2018 - 11:45

Die kalifornische IT-Security-Spezialistin Fortinet hat mit der Fortigate 6000F Series eine intelligente Next-Generation Firewall (NGFW) für steigenden Traffic in Unternehmensnetzwerken lanciert. Hintergrund dazu sei, dass Firmen, die in die Cloud gehen, erheblich mehr Traffic am Netzwerkrand überprüfen müssten, so Fortinet. Hinzu komme ein steigender Anteil an Datenverkehr, der verschlüsselt sei.

Die neue Reihe umfasst die beiden Firewall-Appliances Fortigate 6300F und 6500F. Diese basieren den Angaben der Kalifornier zufolge auf der hauseigenen "Next-Generation-Hardware-Architektur" und verfügen über mehrere Multi-CPU-Karten. Dabei handle es sich um interne Prozessorkarten, die eine Miniaturversion der Blades von Security-Chassis-Modellen darstellen. Auf jeder Karte befinden sich den Angaben gemäss 12-Core-CPUs, Security-Prozessoren (SPUs) sowie Content- und Netzwerkprozessoren. Die 6000F-Serie kann demnach bis zu zehn Prozessorkarten in einer Appliance mit 3HE (Höheneinheiten) unterstützen. Auf diese Weise sei es möglich, Leistung, Belastbarkeit und Kapazität der Chassis-Klasse in kompakter Appliance-Form zur liefern.

Dies schlägt sich in der Rechenleistung und Geschwindigkeit nieder, etwa bei der Inspektion von verschlüsseltem Datenverkehr (6300F: 70 GBit/s; 6500F: 100 GBit/s), Bedrohungsschutz (6300F: 60 GBit/s); 6500F 100 GBit/s) und NGFW-Performance (6300F: 80 GBit/s; 6500F: 140 GBit/s), um die Security-Anforderungen am Netzwerkrand zu erfüllen. Zudem seien die beiden NGFW-Appliances einfach zu verwalten und in die hauseigene Security Fabric integriert, so das Unternehmen aus Sunnyvale.

Die HDI-Schnittstellen (High Density Interface) zSFP+ und QSFP28 unterstützen laut Herstellerangaben neben Datenraten von 10, 40 und 100 GBit/s auch Übertragungen mit 25 GBit/s. Auf diese Weise sollen Unternehmen mehr Flexibilität bei der Migration auf HDI-Designs erhalten. Darüber hinaus biete die Hardwarearchitektur einen Hardware-Load-Balancer mit neuen Distribution-Prozessoren, die Tasks intelligent zwischen den Prozessorkarten verteilen, betonen die Kalifornier.
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