ETH Zürich gründet "School for Continuing Education"

Verfasst von ictk am 16.04.2018 - 08:12

Da dem lebenslangen Lernen eine immer grössere Bedeutung zukommt, gründet die ETH Zürich eine Schule für Weiterbildung. Im Zentrum stehen neue Angebote im Bereich Cybersecurity und Data Science sowie personalisierte Weiterbildungen, welche für die Schweizer Wirtschaft besonders attraktiv sind.

Die kürzeren Halbwertszeiten des Wissens machen die Weiterbildung zu einer Lebensaufgabe und zwingen Berufstätige gleichsam zum flexibeln Pendeln zwischen Ausbildung und Anwendung. Vor diesem Hintergrund lanciert die ETH Zürich die "School for Continuing Education".

Unter dem neuen Dach der "School for Continuing Education" wird das Weiterbildungsangebot der ETH Zürich gemäss Mitteilung in vier Teilbereiche gruppiert: "Environment, Infrastructure & Architecture", "Technology, Management & Innovation", "Public Policy & Governance" und "Health, Life & Natural Science". Die 17 MAS (Master of Advanced Studies), 8 DAS (Diploma of Advanced Studies) und 20 CAS (Certificates of Advanced Studies), welche die ETH Zürich schon heute anbietet, werden demnach in diese Bereiche integriert und weiter verbessert. Zudem seien rund 20 neue Weiterbildungsprogramme in Vorbereitung, welche das Angebot in den nächsten ein bis zwei Jahren ergänzen sollen. "Unser Ziel ist klar: Wir möchten ein attraktives Programm in hoher Qualität. Dafür schaffen wir neue Strukturen und verbessern ETH-intern die Zusammenarbeit. Die neue Schule und der gezielte Ausbau des Angebots sollen die Sichtbarkeit der ETH-Weiterbildung zudem erhöhen", erläutert Paolo Ermanni, Prorektor Weiterbildung an der ETH Zürich.

Mit der neuen Schule für Weiterbildung wolle man noch schneller und flexibler auf die Bedürfnisse in der Arbeitswelt reagieren, heisst es. Die Dynamik zeige sich inhaltlich zum Beispiel an den beiden Programmen, welche die ETH Zürich ab Herbst 2018 im Bereich Cybersecurity anbieten werde: Der DAS Cyber Security richtet sich an Mitarbeitende in Unternehmen, in der Verwaltung und der Armee, die eine Ausbildung in Informatik haben. Sie erlernen die Grundlagen im Bereich Informationssicherheit und setzen sich mit aktuellen Ergebnissen und Erkenntnissen aus der Forschung auseinander.

An einen breiteren Kreis, explizit auch an Nicht-Informatiker, richtet sich der CAS Cyber Security. Mit diesem Programm werden alle Mitarbeitenden und Kaderleute angesprochen, die im beruflichen Alltag mit Fragen zur Informationssicherheit konfrontiert sind und sich ein fundiertes Grundwissen aneignen möchten. Dank des langjährigen und breiten Erfahrungsschatzes des "Zurich Information Security & Privacy Center (Zisc)" und des "Center for Security Studies (CSS)" sei es möglich gewesen, innert kurzer Zeit ein aktuelles und umfassendes Weiterbildungsangebot auf die Beine zu stellen, teilt die ETHZ mit.

Zentral für die "School for Continuing Education" sei dabei der intensive Austausch mit der Wirtschaft. So sei etwa im Dialog mit der Industrie ein neuartiges Angebot im Bereich Werkstoffe und Prozesstechnologien entstanden. Bei personalisierten Weiterbildungsprogrammen stünden allen Teilnehmenden eine Professorin oder ein Professor der ETH Zürich zur Seite. Die Teilnehmenden erhalten massgeschneiderte Studienpläne, welche ihre Praxiserfahrung, aber auch die Interessen der jeweiligen Arbeitgeber berücksichtigen. ETH-Rektorin Sarah Springman erklärt: "Wir brauchen mehr Flexibilität und Dynamik in der Weiterbildung, damit wir schnell auf zukünftige Anforderungen reagieren können. Wir sind offen für alle Anregungen aus der Praxis, um das Angebot laufend ausbauen zu können."