Wechat, Weibo und Co im Visier der chinesischen Aufsichtsbehörden

Verfasst von ictk am 11.08.2017 - 15:49

Die führenden Sozialen Netzwerke Wechat und Weibo sind ins Visier der chinesischen Aufsichtsbehörden geraten, weil sie gegen Internetgesetze verstossen haben sollen. Aber auch gegen das Onlineforum Tieba von Baidu werde ermittelt, liess die staatliche Internetbehörde verlauten. "Die Nutzer verbreiten Gewalt, Terror, falsche Gerüchte, Pornografie und andere Risiken für die nationale Sicherheit, den öffentlichen Schutz und die soziale Ordnung", argumentiert die Behörde.

Staatspräsident Xi Jinping hat der "Cybersouveränität“ Chinas höchste Priorität eingeräumt und will der regierenden Kommunistischen Partei als der Instanz, die die Onlinediskussionen reglementiert, neue Geltung verschaffen. Nach den neuen Cybergesetzen sind Inhalte verboten, die obszön, gewaltverherrlichend oder gegen die Partei gerichtet sind.

Baidu erklärte, man bedauere unangebrachte Inhalte zutiefst und wolle mit den Behörden bei einer genaueren Überprüfung zusammenarbeiten. Weibo und Tencent, die Muttergesellschaft von Wechat, gaben keine Kommentare zu den Ermittlungen. Wechat hat rund 940 Millionen aktive Nutzer im Monat, Weibo 350 Millionen. Die westlichen Sozialen Netzerke Facebook und Twitter wurden durch die Zensur in China schon früher verboten.

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