Topsoft rückt praktische Umsetzung digitaler Projekte ins Zentrum

Verfasst von Karlheinz Pichler am 28.08.2017 - 07:35

Die diesjährige Ausgabe der Business-IT-Fachmesse Topsoft fokussiert das Thema Digitalisierung von der praktischen Seite her. Mit welchen Formaten, Einrichtungen und Plattformen dies umgesetzt wird, erläutert Topsoft-Organisator Cyrill Schmid im Interview mit ICTkommunikation.

Interview: Karlheinz Pichler

ICTkommunikation: Verschiedenen Studien zufolge haben die Schweizer Unternehmen in Bezug auf die Digitalisierung noch Luft nach oben. Die diesjährige Topsoft sieht sich gemäss einer Aussendung als eine Art "Hot Spot" für das digitale Business. Was konkret kann die Fachmesse Schweizer Unternehmern zu diesem Thema anbieten?

Cyrill Schmid: Die allgemeinen Diskussionen rund um das Thema Digitalisierung haben den gravierenden Nachteil, dass sie sich in der Regel stark auf abstrakte, theoretische Bereiche beschränken. Die IT-Fachmesse Topsoft stellt hingegen die praktische Umsetzung in den Vordergrund. Dazu gehören Idee, Konzepte, Tools und Know-how. Nehmen wir als Beispiel die beiden Messe-Sonderflächen "Industrie 4.0 live" und "Smart Working Space". Hier finden die Messebesucher konkrete Anwendungsbeispiele, welche als Inspirationsquelle für eigene Projekte dienen können. Weiter zeigen viele Software-Anbieter anhand von realisierten Kundenprojekten, welche Vorteile moderne Lösungen bieten können. Nicht das Produkt steht heute im Vordergrund, sondern das Projekt. Ausserdem stehen auf den verschiedenen Referatsbühnen Experten gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung. Wir empfehlen den Messebesuchern: "Bringen Sie Ihre Business-Idee mit auf die Messe und sprechen Sie darüber mit Fachleuten und Anbietern! Die Messe ist längst nicht mehr nur Ausstellung, sondern eine Innovationsplattform erster Güte."

ICTkommunikation: Welches sind aus Ihrer Sicht weitere Highlights, für die sich der Weg nach Zürich-Oerlikon lohnt?

Cyrill Schmid: Natürlich hat jeder Messebesucher seine eigenen Beweggründe und Vorlieben. Es gibt jedoch drei Bereiche, welche aus meiner Sicht allgemein auf sehr grosses Interesse stossen werden. Zum einen sind es die bereits erwähnten Sonderflächen mit "Hands-on"-Lösungen wie den 3D-Metalldrucker, den intelligenten Flughafen, digitalen Arbeitsplatz der Zukunft und vieles mehr. Zum anderen gehen die beiden Partner-Themenparks – der Barc BI-Analytics & CRM-Park sowie die Paperless World – auf Anwendungsbereiche ein, welche für viele Unternehmen ganz oben auf der Agenda stehen. Und drittens ist die Referatsbühne zu nennen mit ihren halbtägigen Themenzyklen: IT im Handel, Service-Management, Industrie 4.0/Produktion, Smart Work.

ICTkommunikation: Messen sind häufig sehr produktlastig und wenig praxisorientiert. Wie sieht es mit der Topsoft diesbezüglich aus?

Cyrill Schmid: Die Topsoft IT-Fachmesse hat einen klaren Fokus auf digitale Business-Anwendungen. Die verschiedenen Aspekte werden auf ganz unterschiedliche Weise dargestellt. Von Themenparks und Sonderflächen über Referate bis hin zu den konkreten Lösungen. Messebesucher verlangen heute einen hohen Praxisanteil und Nutzwert. Das wissen nicht nur wir als Veranstalter, sondern auch alle anderen Beteiligten. Wer mit einem Aussteller spricht, wird merken, dass diesen in erster Linie die Kundenbedürfnisse bzw. -projekte interessieren. Tipps, Anregungen und Wissen gibt es in solchen Gesprächen kostenlos dazu. Das Produkt als solches rückt dabei zunehmend in den Hintergrund.

ICTkommunikation: Gibt es in diesem Jahr Veränderungen gegenüber der letztjährigen Messe-Ausgabe?

Cyrill Schmid:
Wie erwähnt, gibt es dieses Jahr auf der Messe zum ersten Mal thematische Sonderflächen. Die Resonanz seitens der Aussteller war sehr positiv. Das Format dürfte aufgrund der Praxisnähe auch den Besuchern sehr gefallen. Neu strukturiert und organisiert ist die Referatsbühne, bei der wir uns auf vier Hauptthemen pro Halbtag konzentrieren. Zu erwähnen ist auch der Digital-Summit, den wir als Partner unterstützen. Die Swico und der IFJ sind mit einem Startup-Space vertreten. Vielleicht noch ein Detail, aber wer die Topsoft-Geschichte kennt, wird die Bedeutung nicht unterschätzen: Verschiedene Aussteller werden erstmals mit eigenen Messeständen vertreten sein…

ICTkommunikation: Mit gut 120 Ausstellern ist die Beteiligung gegenüber 2016 etwas geringer. Verlieren Messeformate weiter an Attraktivität?

Cyrill Schmid:
Bei jeder Auflage der Topsoft-Messe gibt es Bewegungen bei den Ausstellern. Manchmal will jemand pausieren, dann kommen wieder neue Anbieter dazu. Insgesamt können wir seit Jahren auf eine sehr stabile Situation zurückblicken. Das hat mehrere Gründe. Der vielleicht wichtigste ist, dass wir uns nie auf das Zählen von Ausstellern oder Quadratmetern versteift haben. Viel wichtiger ist es, ein gutes Angebot zu haben, welches laufend erneuert und ergänzt wird. Auch als Messeveranstalter muss man mit der Zeit gehen, sonst geht man mit der Zeit. Die Kunst ist es, sowohl für Besucher als auch für die Aussteller attraktiv zu bleiben. Was viele noch nicht wissen: Die Topsoft ist heute mehr als eine zweitägige Messe. Wir sind das ganze Jahr hindurch mit aktuellen Inhalten auf unseren Online-, Print- und Social-Media-Kanälen sowie mit verschiedenen anderen Events präsent.

ICTkommunikation:
Parallel zur Topsoft findet ja wieder die Messe Suisse-Emex statt. Wie läuft es mit der Zusammenarbeit mit dieser Partnermesse? Wo liegen die Berührungspunkte?

Cyrill Schmid:
Wir pflegen mit der Suisseemex eine wirklich gute Beziehung. Die Zusammenarbeit funktioniert reibungslos und völlig unkompliziert. Werde ich nach den Synergien gefragt, muss ich immer wieder schmunzeln. Einerseits sind sowohl die Topsoft als auch die Suisseemex als B2B-Events aufgestellt. In beiden Messen können die Besucher wichtige Erkenntnisse für ihre Unternehmen mitnehmen. Sei es in den Bereichen Marketing und Kommunikation oder in Sachen IT, Business Intelligence oder CRM. Damit sind wir schon beim zweiten Vorteil. Business und IT verschmelzen immer stärker. Was macht da mehr Sinn als eine gemeinsame Verbundmesse anzubieten? Heute geht es nicht mehr um Einzelthemen. Im Vordergrund steht das Business als solches – und dieses wird zunehmend zum Digital Business.

ICTkommunikation: Wird auch der von Ihnen organisierte Software-Contest eine Fortsetzung finden?

Cyrill Schmid: Die Vorbereitungen für den 7. Software-Contest sind bereits in vollem Gang. Unter dem Thema "Industrie 4.0 im Servicegeschäft" geht es um die Automatisierung der gesamten Service-Prozesskette. Der ganztägige Anlass wird wiederum in der Bernexpo Kongresshalle stattfinden und zwar am 17. April 2018. Der Contest ist ein wirklich spannendes Format. Was mich dabei immer wieder beeindruckt, ist die enorme Wissensfülle, welche in einem einzigen Tag vermittelt wird, und die Nähe zwischen Anbieter und Besucher. Dabei entsteht jeweils ein tolles Netzwerk, das weit über den Anlass andauert.

Topsoft 2017
Wann: 29. und 30. August
Zeit: 29.8.: 9-19 Uhr (anschliessend Emex-Night), 30.8.: 9-17 Uhr
Wo: Messe Zürich (Zürich-Oerlikon), Halle 5
Zahl der Aussteller: über 120
Tagesticket: 35.- CHF
Weitere Infos: www.topsoft.ch

Mit ICTkommunikation gratis an die Topsoft:
Achtung: Leserinnen und Leser von ICTkommunikation können sich über den Direktlink https://www.schmidsiegenthaler.ch/topsoft17-ticket/ mit dem Promo-Code ts17ICTK ein Gratisticket für die diesjährige Topsoft sichern.
www.topsoft.ch

Die Topsoft präsentiert sich in diesem Jahr als 'Hotspot für das digitale Business' (Foto: zVg)