Sunrise mit weniger Umsatz aber mehr Gewinn

Verfasst von ictk am 11.05.2017 - 08:36

Sunrise muss für die Periode zwischen Januar und März dieses Jahres zwar einen um 3,3 Prozent tieferen Umsatz von 431 Mio CHF gegenüber demselben Vorjahresquartal zur Kenntnis nehmen, der operative Gewinn auf Stufe Ebitda nahm hingegen um 2,1 Prozent auf 143 Mio CHF zu, der Reingewinn verdoppelte sich sogar beinahe auf 13 von 7 Mio. Ein "kontinuierlicher Kostenfokus" habe den Umsatzrückgang kompensiert, lässt die Nummer zwei am Schweizer Telekommarkt mit Zentrale in Zürich-Oerlikon verlauten.

Mit dieser Quartalsbilanz trifft Sunrise die Erwartungen der Börsianer beim Umsatz und Ebitda und übertrifft sie beim Reingewinn.

Ein Hauptgrund für den Umsatzrückgang waren gemäss Mitteilung die neuen Mobilterminierungsgebühren, auf die sich die Schweizer Mobilfunkanbieter im letzten Herbst geeinigt hatten. Ohne diesen Effekt wäre der Umsatz nur um 1,0 Prozent geschrumpft, heisst es aus Oerlikon. Dem Kundenwachstum seien weiterhin tiefere Durchschnittsumsätze pro Kunde gegenübergestanden, so Sunrise.

Trotz des "intensiven Wettbewerbs" habe die positive Dynamik beim Kundenwachstum angehalten, ist der Mitteilung weiters zu entnehmen. So seien im ersten Quartal netto fast 25'000 neue Mobilfunkabo-Kunden gewonnen worden. Der Nettozuwachs in den Bereichen Internet und TV, in denen das Management Wachstumspotenzial sieht, habe zudem deutlich über den Vorquartalen gelegen.

Im Ausblick auf das Gesamtjahr bestätigen die Oerliker ihre Ziele. Der Umsatz soll zwischen 1,82 und 1,86 Mrd CHF zu liegen kommen, was gegenüber 2016 einem Minus von 2 Prozent bis 4 Prozent entspricht. Zudem werde ein Ebitda zwischen 595 und 610 Mio CHF angepeilt, also höchstens ein Minus von 3 Prozent.

Auch einen Personalwechsel im Topmanagement gibt Sunrise bekannt. So übernehme Bruno Duarte im Juni die Funktion des Chief Consumer Officer, während Chief Business Officer Max Nunziata das Unternehmen verlasse. Für letzteren sei bereits ein Nachfolger gefunden, den Namen will der Konzern aber erst später kommunizieren.