Post verstärkt E-Health-Engagement

Verfasst von ictk am 03.06.2015 - 08:29

Die Schweizerische Post weitet ihr Engagement im E-Health aus. Mit der von der FMH ins Leben gerufene Health Info Net (HIN) und der Berufsgenossenschaft der Schweizer Apotheker Ofac konnte sie zwei neue Partner für eine Zusammenarbeit mit Vivates, der modularen E-Health-Lösung der Post, an Bord ziehen.

Vivates ist eine Lösung für den elektronischen Transport von vertraulichen Informationen im Gesundheitswesen an. Zusammen mit "aha! Allergiezentrum Schweiz" und der Schweizerischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie (SGAI) lanciert die Post zudem eine elektronische Allergiepass-App.

Mit dem Vertragsabschluss zwischen der Post, Ofac und HIN nimmt die elektronische E-Health-Plattform Vivates neue Fahr auf. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Post die Kantonsspitäler Aarau und Baden und zuvor die Kantone Genf, Waadt und Tessin als Kunden für Vivates gewinnen können.

Laut Mitteilung verfügt bereits ein Grossteil der Gesundheitsfachpersonen in der Schweiz über eine elektronische Identität von HIN und werde sich in Zukunft ohne zusätzlichen Aufwand auch bei Vivates anmelden können. Die Ofac wiederum werde die Behandlungsplans- und Medikations-Module von Vivates integrieren und damit rund 70 Prozent aller Apotheken, die bereits die Systeme von Ofac nutzen, an Vivates anknüpfen, heisst es in der Mitteilung.

Derzeit besteht Vivates aus fünf Modulen, die nach Wunsch kombiniert werden können. Dabei deckt jedes Modul die spezifischen Bedürfnisse einzelner Zielgruppen im Gesundheitswesen ab. Mit dem Zuweisungsmodul können beispielsweise Ärzte ihre Patienten einfach, schnell und sicher an die Spitäler überweisen. Dabei gehen alle Zuweisungen beim Spital auf elektronischem Weg ein, selbst wenn der Arzt die Überweisung per Brief oder per Fax vorgenommen hat. Die Post digitalisiert die eingehenden Überweisungen vertraulich und übermittelt sie elektronisch mit Vivates. Ähnliche Module gibt es auch für den Transfer von Berichten, Behandlungsplänen und Medikationsdaten zwischen den Leistungserbringern oder als höchste Ausbaustufe ein vollständiges elektronisches Patientendossier. Die Patienten und die von ihnen berechtigten Vertrauensärzte können die darin enthaltenen Informationen jederzeit einsehen.

Eine zusammen mit "aha! Allergiezentrum Schweiz" und der Schweizerischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie (SGAI) entwickelte App basiert ebenfalls auf Vivates und erlaube es, die von Nutzern eingetragenen Informationen zu deren Allergien später nahtlos mit anderen Vivates-Modulen zu verknüpfen. So hätten Allergiebetroffene wichtige Informationen bezüglich ihrer Allergien und Medikamente stets dabei und können diese durch einen Arzt oder Apotheker beglaubigen lassen, wird im Schreiben betont.
www.post.ch/vivates