Nordkorea angeblich hinter Wannacry-Attacke

Verfasst von redaktion am 19.06.2017 - 08:55

Laut westlichen Geheimdiensten soll mit hoher Wahrscheinlichkeit Nordkorea hinter den globalen Cyberangriffen stecken, die vor wenigen Wochen weltweit zigtausende Rechner lahmgelegt hatten. Nach dem US-amerikanischen Dienst NSA kommt nun auch das britische National Cyber Security Centre (NCSC), das zum GCHQ gehört, zu dieser Einschätzung. Das gaben Insider gegenüber der BBC an. Zuvor waren bereits private IT-Sicherheitsfirmen zu dieser Schlussfolgerung gelangt.

Die Einschätzung wurde etwa aufgrund von Ähnlichkeiten im Schadcode des Wurms getroffen, der mit früheren Attacken übereinstimmen soll – etwa dem Hack von Sony Pictures vor drei Jahren. Ausserdem ähnelt der Code jenem Virus, mit dem Banken angegriffen worden waren.

Viele Indizien deuten darauf hin, dass Nordkorea mit diesen Cyberangriffen Geld verdienen will. Der Wannacry-Wurm hätte das Potenzial gehabt, seinem Erfinder dutzende Millionen Dollar zu verschaffen. Das Schadprogramm verschlüsselte Daten auf betroffenen Rechnern und gab diese erst gegen eine Lösegeldsumme wieder frei. Allerdings weigerten sich zahlreiche Betroffene, den Betrag zu überweisen.