Mit Stornext 6 spezialisiert sich Quantum auf datenintensive Umgebungen

Verfasst von Hartmut Wiehr am 12.05.2017 - 10:32

Quantum, 1980 gegründet, hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Einst angetreten als Alternative für Disk-Arrays und Virtual-Tape-Libraries (VTL), die den Grossen der Speicherbranche wie EMC oder HP Konkurrenz machen wollte, war es in den letzten Jahren eher ruhig geworden um den Hersteller. Mehrere Personalwechsel an der Spitze und diverse Umstrukturierungen zeigten, dass der Hersteller intensiv mit sich selbst beschäftigt war.

Inzwischen hat man sich auf die Datenmanagement-Software Stornext und auf Märkte spezialisiert, die mit grossen Datenmengen zu kämpfen haben, darunter die Medien- und Entertainment-Branche, aber auch datenintensive Umgebungen wie zum Beispiel Genomik, akademische Forschung, Videoüberwachung und Security sowie Öl- und Gasexploration.

Quantum sieht sich in Eintracht mit den Anforderungen der Unternehmen an schnelle, skalierbare Speicherlösungen auf der Basis von Flash, Disk, Tape und diversen Cloud-Varianten. Das heutige Geschäft des Herstellers konzentriert sich auf Data Protection und Scale-out Storage. Dazu gehören die drei Säulen Backup, Archivierung und Management von File-Systemen und Daten. Dies führt insgesamt zu einer komplexen Architektur von Stornext.

Die neue, im April vorgestellte Version von Stornext will die traditionellen Beschränkungen von NAS-Systemen aufheben, zu denen geringe Performance und die mangelnde Integration von parallelen Workloads gehören. Der Hersteller bietet mehr Möglichkeiten für die gemeinsame Nutzung von Daten unter Einschluss geographisch verteilter Büros und Arbeitsgruppen. Das neue Feature Flexsync soll hierbei die Synchronisation von Daten zwischen mehreren Stornext-Systemen ermöglichen. Unterstützt werden One-to-One-, One-to-Many- und Many-to-One-Replikationsszenarien. Flexspace soll dabei helfen, einen gemeinsamen Archivspeicher für Nutzer an verschiedenen Standorten aufzubauen.

Im April diesen Jahres hat Quantum ferner einen Reverse Stock Split im Verhältnis von 1:8 angekündigt. Damit wird die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien von derzeit 273 auf 34 Millionen reduziert. Laut Börsenbeobachtern wollte Quantum verhindern, dass das Unternehmen von der New Yorker Stock Exchange genommen wird. Für die einzelnen Aktionäre könnte die Aktion bedeuten, dass der Aktienkurs ansteigt und dass sie eine höhere Ausschüttung pro Aktie erhalten.

Die Schwerpunktbereiche von Quantum heute

Die komplexe Architektur von Quantums Stornext (Bilder: Quantum)