Hynix Teil des Bieterkonsortiums um Toshibas Chipsparte

Verfasst von redaktion am 15.06.2017 - 04:32

Kurz vor Ablauf der Bieterfrist haben sich die Bewerber um die florierende Chipsparte des angeschlagenen Toshiba-Konzerns Insidern zufolge neu aufgestellt: Der südkoreanische Rivale SK Hynix aus Icheon sei zu einem Konsortium dazugestossen, das vom japanischen Staat unterstützt werde, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen. Damit erhöhen die Südkoreaner ihre Chancen, weil die japanische Regierung die Kontrolle der Sparte nicht ausser Landes geben wolle. SK Hynix will einem Insider zufolge einen Kredit bereitstellen, selbst aber keinen Anteil an dem Konsortium übernehmen. Wegen des zunehmenden Gerangels der Bieter untereinander werde es Toshiba voraussichtlich nicht schaffen, am heutigen Donnerstag einen bevorzugten Bieter festzulegen.

Im Zentrum des neu zusammengestellten Bieterkonsortiums steht einem Insider zufolge der staatlich unterstützte japanische Fonds INCJ, dem sich neben SK Hynix auch die US-Finanzinvestoren Bain und KKR sowie die japanische Entwicklungsbank angeschlossen haben. Der Zeitung Asahi zufolge, die zuerst über die neuen Entwicklungen berichtet hatte, bietet das Konsortium mehr als zwei Billionen Yen. Dagegen sei Toshiba-Partner Western Digital nicht mehr in dem Konsortium von INCJ, verhandle aber weiter. Das bisher höchste Gebot stammt Insidern zufolge mit 2,2 Billionen Yen von US-Chiphersteller Broadcom und US-Investor Silver Lake. Auch Apple und Dell haben Interesse und sind Teil eines vom taiwanischen Elektronik-Hersteller Foxconn geführten Konsortiums.