HPE rüstet sein Flash-Speicherportfolio auf

Verfasst von ictk am 28.05.2017 - 09:03

Der kalifornische IT-Riese Hewlett Packard Enterprise (HPE) aus Palo Alto und Schweizer Zentrale in Dübendorf rüstet sein Flash-Speicherportfolio mit neuen Produkten und Datensicherungslösungen auf. Zu den Neuerungen zählt unter anderem ein HPE 3PAR Store Serv 9450 All-Flash-Speicher-Array für das mittlere Marktsegment.

Dabei handelt es sich laut den Angaben des Konzerns aus dem Silicon Valley um eine hochskalierbare Multi-Tenant All-Flash-Plattform. Um die Konsolidierung von mehr Daten auf geringerem Platz zu ermöglichen, ohne dabei die Dienstgüte zu gefährden, habe man die Leistung dieses 3PAR-Systems um 70 Prozent gesteigert, seine Kapazität auf 6 Petabyte verdoppelt und die Front-End-Konnektivität mit 80 Host Ports verdreifacht, schreibt HPE. Das System unterstütze die Konsolidierung von Block- und Datei-Workloads. Zudem biete es langfristige Investitionssicherheit durch einen zukunftssicheren Pfad zu Storage Class Memory der nächsten Generation und NWM Express (NVMe) mit dem HPE 3PAR 3D Cache.

Darüber hinaus hat HPE mit den Systemen HPE MSA 2050 und 2052 die fünfte Generation der SAN-Einstiegsplattform HPE MSA angekündigt. Das Fibre-Channel-Array ist seit nunmehr acht Jahren am Markt und soll jetzt in der neuen Version doppelt so viel Leistung wie die vorherige Generation für unter 10.000 Dollar bieten. Beide MSA-Plattformen seien günstige Einstiegsmodelle für die Anwendungsbeschleunigung und bieten laut HPE die Flexibilität, um jede Mischung aus SSD und SAS-Laufwerken zu unterstützen – ausserdem stellen sie Funktionen wie Snapshots und Remote-Replication zur Verfügung.

Für Anwender, die die Nutzung der Public Cloud für sekundäre Daten planen, lancieren die Kalifornier ausserdem die Store Once Cloud Bank, eine nach eigenen Angaben deutlich günstigere Lösung für das Langzeitdaten-Backup als viele bisher auf dem Markt erhältliche Produkte. Mit der Store Once Cloud Bank könnten Unternehmen ihre Daten leicht auf verschiedene Cloud-Ziele auslagern, etwa auf AWS, Azure oder eigene Object-Storage-Lösungen. Im Gegensatz zu vielen Cloud-Backup-Lösungen sei die Store Once Cloud Bank darauf ausgelegt, die Bandbreitenanforderungen um über 99 Prozent zu senken und damit die Kosten für Cloud-basierenden Speicher auf unter 0,001 Dollar pro GByte und Monat zu senken, verspricht HPE. Die Lösung unterstütze davon abgesehen sämtliche Funktionen der On-Premise-Store-Once-Lösungen inklusive 3PAR-Integration, damit Anwender automatisch ihre Daten auslagern können und gleichzeitig eine schnelle und flexible Wiederherstellung möglich ist.

Ein Upgrade gibt es auch für den HPE Recovery Manager Central (RMC), der Anwendungen auf 3PAR schützt, indem die Lösung direkt mit den sekundären Store-Once-Datensicherungssystemen durch die patentierte Block-Level-Integration verbunden ist. RMC ist laut HPE nun mit der neuen Express-Restore-Funktion ausgestattet, die eine 15-fach schnellere Datenwiederherstellung aus Store-Once-Speichern ermöglichen soll. RMC arbeitet ausserdem mit dem Veeam Explorer zusammen, damit Anwender ihre Anwendungsinhalte – etwa E-Mails, Dokumente oder Datenbanken – direkt aus den RMC-V Express Protect Backups wiederherstellen können.

Das neue Nimble Secondary Flash Array (SFA) wiederum soll es Anwendern ermöglichen, ihre Backup- und Kopie-Daten für sekundäre Anwendungen zu nutzen. Das System kombiniert kontinuierliche Deduplizierung und Kompression mit niedrigeren Kapazitätskosten für Backups – mit Flash-optimierter Leistung und nicht-redundanten Kopien, um Produktions-Workloads wie Entwicklung, Tests, QA und Analytics zu unterstützen, lässt HPE wissen.m

HPE 3PAR Store Serv 9450 ist ab Juni 2017 zu einem US-Preis von 74.840 Dollar zu bekommen, HPE MSA 2050 ab 7.750 Dollar und HPE MSA 2052 ab 9.600 Dollar. RMC 4.1 ist als Teil des All-inclusive Licensing Pakets für 3PAR Store Serv erhältlich und wird laut HPE ab September dieses Jahres verfügbar. HPE Store Once Cloud Bank wiederum ist als Teil eines Early Access Programms zu erstehen, und das Nimble Secondary Flash Array gibt es aktuell zu einem US-Preis von 40.000 Dollar zu kaufen.
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