Gopro verabschiedet sich vom Drohnenbusiness

Verfasst von ictk am 08.01.2018 - 20:06

Die US-amerikanische Actionkamera-Herstellerin Gopro mit Sitz im kalifornischen San Mateo wirft nach gut einem Jahr im Drohnen-Geschäft das Handtuch. Die Gopro-Drohne "Karma" habe in einem hart umkämpften Markt Probleme bei der Profitabilität gehabt, bekannten die Kalifornier. Der Markt wird vor allem von asiatischen Anbietern wie DJI dominiert.

Zudem würden die schärferen Regeln für Drohnenflüge die interessierte Zielgruppe in den kommenden Jahren voraussichtlich schrumpfen lassen, so die Meinung des Gopro-Managements. Der Ausstieg aus dem Business mit Drohnen hat auch den Abbau von über 20 Prozent der Belegschaft zur Folge. Konkret soll die globale Mitarbeiterzahl von derzeit 1.254 auf unter 1.000 sinken.

Mit dem Einstieg in den Drohnen-Markt hatte Gopro grosse Hoffnungen auf eine Belebung seines Geschäfts verbunden, nachdem das anfängliche rasante Wachstum bei Actionkameras für Sportler oder Abenteurer vorbei war. Doch Gopro vermasselte sich den Marktstart selbst und musste das mit Spannung erwartete Gerät nach nur zwei Wochen wegen Absturzgefahr zurückrufen. Als Problem wurde die Verriegelung des Batteriefachs ausgemacht - dadurch hätten sich in einigen Fällen die Akkus gelöst und die Stromzufuhr gekappt. Alle rund 2.500 verkauften "Karma"-Drohnen wurden zurückgerufen. Es dauerte rund drei Monate, bis das erneuerte Modell wieder den Weg in die Regale fand.