EU verstärkt Verbraucherschutz beim Online-Shopping

Verfasst von ictk am 15.11.2017 - 00:07

Das EU-Parlament hat den Verbraucherschutz bei Online-Einkäufen gestärkt. Für nationale Behörden sind künftig Sperren von Websites sowie die Ausforschung von Domainnamen als Massnahmen möglich, um gegen Verstösse gegen Konsumentenrechte vorgehen zu können.

Durch die Änderung werden die Behörden ermächtigt, Informationen von Registrierungsstellen für Domainnamen und Banken zur Identifizierung von unseriösen Geschäftemachern anzufordern. Sie dürfen künftig auch Testkäufe von Waren oder Dienstleistungen durchführen, selbst wenn diese anonym erfolgen. Die nationalen Stellen dürfen ausserdem Warnhinweise oder die Sperre von Websites anordnen, wenn ihnen keine anderen wirksamen Mittel zur Verfügung stehen. Auch Geldstrafen oder Zwangsgelder dürfen sie verhängen. Die EU-Staaten müssen den Änderungen noch formal zustimmen.