EU stellt digitale "Sanctions Map" online

Verfasst von redaktion am 02.10.2017 - 05:36

Die EU hat anlässlich ihres Digital-Gipfels in Estland am Freitag eine interaktive Karte mit den von ihr verhängten Sanktionen ins Internet gestellt. Mit ein paar Klicks sollen damit Firmen, die Güter exportieren wollen, erkennen, ob Handelspartner von Europa mit Strafmassnahmen belegt sind. Es kann dabei auf einer Weltkarte nach Ländern oder auch gezielt nach Namen von Firmen oder Personen gesucht werden. Die "EU Sanctions Map" ist im Auftrag Estlands erstellt worden, das derzeit den europäischen Ratsvorsitz innehat und bei der Digitalisierung von Staat und Verwaltung als Vorreiter gilt.

Nach Angaben Estlands müssen Behörden der EU und der Mitgliedstaaten täglich tausende Anfragen zur geltenden Rechtslage beantworten. Wegen des hohen Aufwands würden Unternehmen häufig erst gar keine Aufträge annehmen, weil sie fürchten, in mit Sanktionen belegte Länder zu exportieren und sich selbst juristisch angreifbar zu machen. Die interaktive Sanktionskarte versucht nun, mit leicht verständlichen Symbolen etwa zu einem Waffenembargo, Lieferbeschränkungen oder Finanzsanktionen auf die Lage bei betreffenden Ländern hinzuweisen. Dabei können dann weitere Informationen bis zu den zugrunde liegenden Rechtsakten abgerufen werden.

EU Sanctions Map