E-Voting als Schwerpunkt bei der Swiss Cyber Storm Konferenz

Verfasst von ictk am 11.10.2017 - 13:00

Entweder gar kein E-Voting oder aber ein hochsicheres E-Voting. Diese Forderung stellte Nationalrat Marcel Dobler vor zwei Wochen an den Bundesrat. Die Regierung hatte im April beschlossen, das Projekts zur flächendeckenden Einführung der elektronischen Stimmabgabe weiter voranzutreiben.

Doch kann es überhaupt ein ‹hochsicheres› System geben? Die Meinungen auf politischer Ebene sind gespalten. Während die Bundeskanzlei das Projekt zügig vorantreibt, fordern 30 Nationalrätinnen und Nationalräte ein 4-Jahres-Moratorium für alle E-Voting-Versuche.

Wie sieht es aus technischer Perspektive aus? Lässt sich das Recht auf anonyme Stimmabgabe mit den Anspruch einer vollständigen Verifizierbarkeit einer Abstimmung zuverlässig vereinbaren? Sind die Anforderungen des Bundesrates wirtschaftlich vernünftig umsetzbar? Wie bildet ein technisches System einen fundamentalen demokratischen Prozesses vertrauenswürdig ab? (Und was ist allenfalls sogar besser als bei der Papier-Variante?) Diesen Fragen widmet sich schwerpunktmässig die Schweizer IT-Sicherheitskonferenz "Swiss Cyber Storm". Nach einer wissenschaftlichen Perspektive durch EPFL-Professor Bryan Ford geht der Blick auf die Herausforderungen in der Umsetzung: Erstmals auf derselben Bühne erläutern die Entwicklungschefs der beiden Schweizer Lösungsanbieter – der Kanton Genf und die Post – die verschiedenen Ansätze, Visionen und Strategien, um die hohen Sicherheitskriterien beim E-Voting zu erfüllen.

Neben dem Schwerpunkt E-Voting und ausführlichen Networking-Gelegenheiten wartet die Konferenz mit insgesamt 18 ReferentInnen aus verschiedensten Bereichen der IT-Sicherheit auf. Ein Management-Track und ein technischer Track sollen für einen funktionsgerechten Einblick in aktuelle Herausforderungen sorgen.
www.swisscyberstorm.com/schedule