Datensilos identifizieren und aufbrechen

Verfasst von Cyrill Durrer am 25.05.2017 - 23:13

Datensilos machen Unternehmen unflexibel und treiben die Kosten in die Höhe. Ein Sechs-Punkte-Plan kann Unternehmen dabei unterstützen, Datensilos zu identifizieren und aufzubrechen.

Gastbeitrag von Cyrill Durrer, Data Scientist bei Oyatec in Lommis

Auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stellen Datensilos die grössten Innovations-Bremsen dar. Sie verhindern effektive Geschäftsprozesse und senken die Produktivität.

Viele Unternehmen tun sich schwer damit, die Inhalte dieser Datensilos für den sofortigen Zugriff, beispielsweise für Reports, allen Abteilungen verfügbar zu machen. Dabei ist es wichtig, dass die Mitarbeiter ohne grossen Aufwand und von beliebigen Endgeräten auf alle relevanten Unternehmensdaten zugreifen können.
Weil aber Daten in CRM-, ERP-, E-Mail-, Finanzbuchhaltungs-, Supportticket- und vielen anderen unterschiedlichen Systemen gespeichert sind, scheint die Integration aufgrund der unterschiedlichen Datei-Typen und -Formate eine fast unlösbare Aufgabe zu sein. Doch das ist ein Trugschluss. Business-Intelligence-Tools wie etwa PowerBI oder Qlikview verfügen über eine Vielzahl von Konnektoren, mit denen sich weit verbreitete Anwendungen in Unternehmen unkompliziert anbinden lassen. Darunter befinden sich beispielsweise Schnittstellen für SQL-Datenbanken, Salesforce, Exchange, Excel oder den Cloud-Speicher Azure von Microsoft. Darüber hinaus unterstützen diese Werkzeuge auch Dateien im CSV- und XML-Format.

Die integrierten, vorgefertigten Konnektoren ermöglichen zudem die einfache Anbindung verschiedenster Datenquellen per Klick und ohne grossen Programmieraufwand. Sollte es dennoch einmal nicht möglich sein, eine Verbindung zu einer Datenquelle aufzubauen, lässt sich dies über Drittprodukte realisieren.

Die integrierten Daten können Mitarbeiter bei Bedarf im Business-Intelligence-Tool nachträglich anpassen, ohne dass die Daten-Basis selbst verändert wird. Dadurch werden niemals Daten geändert oder verfälscht im Quellsystem. Mithilfe von Dashboards stehen die Daten und Visualisierungen den berechtigten Abteilungen zur Verfügung. Die Automatisierung der Reports und Dashboards entlastet zudem die Abteilungen von Routineaufgaben und gibt ihnen mehr Zeit, sich auf die Analysen der Daten und Interpretation der Visualisierungen zu konzentrieren.

Viele Business-Intelligence-Tools unterstützen mobile Geräte. Damit lassen sich die Geschäftsdaten jederzeit von beliebigen Geräten abrufen und beurteilen. Eine ganzheitliche Betrachtung wird dadurch gewährleistet. Aufgrund der visuellen Aufbereitung fällt es Anwendern besonders leicht, auf Fakten basierende Entscheidungen zu fällen.

Wie einfach die Anbindung und Integration von Datenquellen sowie die Visualisierung der Informationen gelingt, zeigt Oyatec beispielsweise in zwei Videos unter: http://www.oyatec.ch/lp/powerbi-visualisierung/ und http://www.oyatec.ch/lp/powerbi-nutzen/

Sechs-Punkte-Plan zur Auflösung von Datensilos:
1. Analyse aller vorhandenen Auswertungen; Bestimmung der Daten, die auch für andere Abteilungen interessant sind; Identifikation von Informationen, die anderen Abteilungen fehlen.
2. Feststellung des Mehrwerts, der durch eine einheitliche Datenbasis generiert werden kann; Ermittlung der Tools, die für die Zusammenführung am besten geeignet sind.
3. Integration aller Informationen im Unternehmen mit Business-Intelligence-Tools wie beispielweise Microsoft PowerBI oder Qlikview von Qliktech, um alle Informationen zentral zu bündeln, ohne die Datenbasis zu verändern.
4. Erstellung von Business-Reports und Dashboards. Dadurch erhalten Entscheider einen lückenlosen Überblick über Ihren Verantwortungsbereich oder – auf höchster Ebene – über das gesamte Unternehmen.
5. Anreicherung der integrierten Unternehmensdaten mit Informationen aus neuen externen Quellen wie Google Analytics, Wetterdaten, CRM-Systemen oder sozialen Netzwerken wie Facebook, um die Datenqualität weiter zu erhöhen.
6. Erstellung automatisierter Reports und Dashboards, um die Mitarbeiter von Standardroutinen zu entlasten. So bleibt ihnen mehr Zeit für Detailanalysen, Controlling und strategische Planungen.