3D-Drucker: Algorithmus behebt Qualitätsproblem

Verfasst von Jung/pte am 27.07.2017 - 11:12

Das zum Nationalen Forschungsrat CNR gehörende Istituto per le Applicazioni del Calcolo hat ein Verfahren zur Verbesserung von 3D-Druckern entwickelt. Mithilfe eines speziellen mathematischen Algorithmus lassen sich die bisher üblichen Qualitätsmängel beseitigen.

"Das typische Problem bei den heutigen 3D-Druckern ist die automatische Erstellung von Unterlagen oder Aufbauten, auf denen der zu druckende Gegenstand ruht", erklärt Projektleiter Emiliano Cristiani. Wegen der relativ langen Trocknungszeit nach der Auftragung der Schichten tendiere das Material zum Wegfliessen, was einen negativen Einfluss auf die Druckqualität habe. Dieser Nachteil könne durch die Fertigung spezieller Sockel beseitigt werden.

"Dadurch verkürzt sich die Produktionsdauer und gleichzeitig wird der Materialeinsatz reduziert", so der italienische Wissenschaftler. Zur Lösung des Problems wurde ein spezieller Algorithmus entwickelt. Damit lässt sich das Objekt auch künstlich vergrössern. Zudem ist es möglich, überschüssiges Material abzutragen. Der relativ schwierige Umgang mit nicht-professionellen 3D-Druckern stellt bis dato ein erhebliches Verkaufshindernis dar. "Deshalb muss die Software dahingehend verbessert werden, dass die Druckbefehle optimiert und der Druckvorgang ohne größeren Aufwand durch den Benutzer duchgeführt werden kann", so Cristiani abschliessend. Einzelheiten der aktuellen Forschungsarbeit sind in der Fachzeitschrift "Applied Mathematical Modelling" nachzulesen.